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Unsere Reben werden ab April 2026 wieder versendet. Bestellungen für die Saison 2026 nehmen wir jedoch gerne schon jetzt entgegen!
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Vines for Growth

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Ertragsreben, Unterlagsreben und Weinbauzubehör für professionelle Winzer und Hobbyweinbauern

Willkommen bei reben24.de – Ihrem digitalen Fachpartner für Ertragsreben, Unterlagsreben und Zubehör für den Weinbau. Bei uns erhalten Sie zertifizierte Reben in geprüfter Qualität, direkt aus unserer Rebschule Vitiserve GmbH – Rebschule Steinmann in Sommerhausen, Unterfranken. Mit über 70 Jahren Erfahrung stehen wir für sorgfältige Veredelung und sortenechtes Pflanzmaterial. Unsere Reben entstehen in regionaler Produktion, angepasst an die Anforderungen moderner Weinberge und verschiedenster Anbaulagen. 

Unsere Kunden sind professionelle Winzerbetriebe, Genossenschaften, Bio-Weinbauern und ambitionierte Hobbywinzer, die auf robuste, ertragsstarke und regional angepasste Rebsorten setzen. Von klassischen Ertragsreben über PIWI-Sorten bis hin zu Unterlagen für jede Bodenart bieten wir Ihnen ein breit gefächertes Sortiment an zertifiziertem Rebmaterial. Auch Zubehör für Pflanzung und Pflege finden Sie zukünftig in unserem Sortiment – von Pflanzstäben bis zum Rebschnittwerkzeug. 

Setzen Sie auf Qualität, Regionalität und Erfahrung – mit Reben von Vitiserve aus Sommerhausen, Ihr Partner für den modernen Weinbau.

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Allegro - PIWI
Größe: Kurzstamm | Klon: Gm1 | Unterlage: SO4
Einführung in die Rebsorte Die Rebsorte Allegro entstand 1983 an der Forschungsanstalt Geisenheim durch die Kreuzung von Chancellor (Seibel 7053) × Rondo (Quelle: Forschungsanstalt Geisenheim). Sie vereint das Erbgut zahlreicher wilder und kultivierter Rebenarten, darunter Vitis vinifera, Vitis aestivalis, Vitis labrusca, Vitis rupestris und Vitis amurensis. Diese genetische Vielfalt bildet die Grundlage für ihre besondere Widerstandskraft. 2002 erhielt Allegro Sortenschutz, 2009 wurde sie offiziell in die Sortenliste eingetragen. Besondere Eigenschaften Allegro ist eine spät reifende Rotweinsorte mit ausgeprägter Resistenz gegen Echten und Falschen Mehltau (Oidium, Plasmopara) sowie geringer Botrytisanfälligkeit (Quelle: Geisenheimer Sortenbeschreibung). Auch bei Frost zeigt sie sich robust – dank der Winterhärte ihrer Elternsorten. Die lockerbeerigen Trauben bringen kräftig gefärbte, rubinrote Weine hervor, die durch Würznoten, Aromen roter Waldfrüchte und eine ausgewogene Tanninstruktur überzeugen. Der mittlere Säuregehalt unterstützt die Balance im Wein. Warum diese Sorte eine gute Wahl ist… Allegro ist eine Sorte für Winzer, die zukunftsorientiert arbeiten und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduzieren möchten – ohne qualitative Einbußen im Wein. Die Sorte eignet sich hervorragend für den ökologischen oder integrierten Weinbau. Sie bietet stabile Erträge, hohe Traubengesundheit bis zur späten Lese und ein attraktives Geschmacksprofil für Verbraucher. Wer nachhaltigen Rotwein mit klarer Stilistik erzeugen möchte, liegt mit Allegro goldrichtig. Besondere Merkmale der Weine Weine aus Allegro zeigen eine intensiv rubinrote Farbe und ein fruchtiges Aromenspektrum, das an reife rote Waldfrüchte erinnert. Feine Würznoten und milde, ausgewogene Tannine machen sie zugänglich, aber gleichzeitig strukturiert. Sie lassen sich gut lagern, profitieren aber auch von jungem Genuss. Durch die elegante Frucht und die nachhaltige Farbe eignet sich Allegro ebenso für sortenreine Rotweine wie für Cuvées. Weinbauliche Merkmale Rebsorte: Allegro Züchter: Forschungsanstalt Geisenheim (Kreuzung 1983) Sortenschutz: 2002 | Eintragung in Sortenliste: 2009 Im Weinberg Resistenzen: Sehr gut gegen Oidium & Plasmopara (Echter & Falscher Mehltau), geringe Botrytisanfälligkeit Traube & Beeren: Lockerbeerig, spätreifend, gute Farbausprägung Wuchsform: Robust, vital, frosthart Reife: Späte Reife Ertrag: Stabil Mostsäuregehalt: Mittel Frostbeständigkeit: Sehr gut Lageansprüche: Keine besonderen Ansprüche – geeignet für nachhaltigen Anbau in vielen Lagen Im Keller Aroma: Reife rote Waldfrüchte, feine Würznoten Bukett: Fruchtig-würzig Frische: Gute Balance durch mittlere Säure Tannine: Mild, harmonisch eingebunden Säure: Mittel Süße: Trocken bis halbtrocken ausbaubar Fruchtigkeit: Mittel bis sehr fruchtig Eignung Weinart: Rotwein Verwendung: Sortenrein oder in Cuvée, auch für nachhaltigen Ausbau geeignet
Blütenmuskateller - PIWI
Größe: Kurzstamm | Klon: Klbg A205 | Unterlage: SO4
Einführung in die Rebsorte Der Blütenmuskateller (russ. „Cvetocnyj“) wurde 1947 am Allrussischen Weinbauinstitut in Nowotscherkassk gezüchtet und ist eine Kreuzung aus Severny × (Muscat Lunel × Muscat d’Alexandrie). Die Sorte steht seit 1998 in Österreich unter Beobachtung und gewinnt auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Sie gehört zur Gruppe der PIWI-Rebsorten und ist besonders bei Hobbywinzern und Direktvermarktern beliebt – nicht zuletzt wegen ihres unverwechselbaren Aromas und der einfachen Pflege. Besondere Eigenschaften Die Sorte ist mittelstark im Wuchs, mit einem aufrechten Triebverhalten, was die Laubarbeit erleichtert. Die mittelgroßen, lockerbeerigen Trauben mit kleinen, grün-gelben Beeren zeigen bereits am Stock ein intensives Muskat-Bouquet. Blütenmuskateller ist sehr robust gegenüber Krankheiten wie Peronospora (+++), Oidium (++) und Botrytis (+++). Sie reift mittelspät und erreicht hohe Mostgewichte. Die Beeren schrumpfen bei Vollreife, ohne zu platzen – ein Vorteil gegenüber klassischen Muskatellersorten. Warum diese Sorte eine gute Wahl ist… Blütenmuskateller ist eine ideale Wahl für Liebhaber intensiver Aromen und für Winzer, die nachhaltig wirtschaften möchten. Dank ihrer Pilzwiderstandsfähigkeit, der hohen Frosthärte und der guten Lagerfähigkeit am Stock ist die Sorte besonders pflegeleicht. Sie liefert sowohl aromatische Weißweine, als auch hochwertige Tafeltrauben – ein Plus für Betriebe mit Direktvermarktung oder für ambitionierte Hobbygärtner. Besondere Merkmale der Weine Die Weine erinnern an klassischen Muskateller, sind jedoch extraktreicher und oft noch aromatischer. Typisch sind Noten von Muskat, Holunderblüte und Linde, begleitet von einer klaren Fruchtsüße und gut eingebundener Säure. Auch für rest- oder edelsüße Weine ist die Sorte bestens geeignet. In Blindverkostungen erreichten Weine aus Blütenmuskateller oft vergleichbare oder bessere Bewertungen als Gelber Muskateller. Weinbauliche Merkmale Rebsorte: Blütenmuskateller (Zwetotschny, Cvetocnyj) Züchter / Herkunft: Allrussisches Weinbauinstitut Nowotscherkassk, 1947 Kreuzung: Severny × (Muscat Lunel × Muscat d’Alexandrie) Verbreitung: Deutschland, Österreich (seit 1998 in Prüfung) Im Weinberg Resistenzen: Peronospora (+++), Oidium (++), Botrytis (+++) Traube & Beeren: Mittelgroß, kegelförmig, lockerbeerig; grün-gelb, rundlich, klein Wuchsform: Mittelstarker, aufrechter Wuchs Reife: Mittelspät Ertrag: Mittel bis hoch Mostsäuregehalt: Hoch Frostbeständigkeit: Sehr gut, auch gute Spätfrosttoleranz Lageansprüche: Sonnige Lagen mit mittelgründigen Böden; karge Böden vermeiden Im Keller Aroma: Intensiver Muskat, Holunder, Linde, exotisch-floral Bukett: Würzig, sehr aromatisch Frische: Gut eingebundene Säure, belebend Tannine: Nicht relevant (Weißweinsorte) Säure: Ausgeglichen Süße: Trocken bis edelsüß möglich Fruchtigkeit: Sehr hoch Eignung Weinart: Weißwein, Süßwein Verwendung: Stillwein, restsüß, edelsüß, Muskatwein
Bronner - PIWI
Größe: Kurzstamm | Klon: FR320 | Unterlage: 5BB
Einführung in die Rebsorte Die PIWI-Rebsorte Bronner (Zucht-Nr. FR 250-75) wurde 1975 am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg von Norbert Becker gezüchtet – als Kreuzung aus Merzling × Gm 6494, wobei letzterer genetische Einflüsse von Vitis amurensis, V. lincecumii, V. rupestris und V. vinifera enthält. Benannt wurde die Sorte zu Ehren des badischen Weinbaupioniers Johann Philipp Bronner (1792–1864). Seit ihrer Zulassung im Jahr 2003 erfreut sich die Sorte wachsender Beliebtheit – vor allem im ökologischen und PIWI-orientierten Weinbau. Besondere Eigenschaften Bronner zeichnet sich durch einen kräftigen, aufrechten Wuchs, große, fünflappige Blätter und mittelgroße bis große, kompakte Trauben mit stabiler Beerenhaut aus. Die Pilzresistenz ist mit +++ bei Peronospora, Oidium und Botrytis hervorragend. Die Sorte treibt, blüht und reift 7–10 Tage später als Weißburgunder. Bei ausreichender Wasserversorgung liefert sie gleichmäßige Erträge, die bei Bedarf durch Stockabstände oder Anschnitt reguliert werden können. Warum diese Sorte eine gute Wahl ist… Bronner ist besonders für Winzer interessant, die nachhaltig wirtschaften, weniger Pflanzenschutz einsetzen und dabei nicht auf klassische Burgunderqualität verzichten wollen. Ihre robuste Gesundheit, der gute Ertrag, die gute Frosthärte und das neutrale Aromaprofil machen sie zur idealen Weißweinrebe für den naturnahen Weinbau – sowohl im Profi- als auch im Hobbybereich. Besondere Merkmale der Weine Die Weine des Bronner zeigen sich in einem klaren, fruchtbetonten Stil, der an Weißburgunder erinnert: Birne, Quitte, heimische Aprikose – begleitet von milder Säure und moderatem Alkohol. Gute Qualitäten entstehen durch hohe physiologische Reife bei reduzierten Erträgen. Bronner eignet sich sowohl für den trockenen Ausbau als auch für frische Cuvées. Weinbauliche Merkmale Rebsorte: Bronner Züchter / Herkunft: Staatliches Weinbauinstitut Freiburg, 1975 Kreuzung: Merzling × Gm 6494 Verbreitung: Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Italien Klon: Fr 320 Im Weinberg Resistenzen: Peronospora (+++), Oidium (+++), Botrytis (+++) Traube & Beeren: Mittel bis groß, dichtbeerig, stabile Haut Wuchsform: Starkwüchsig, aufrechter Wuchs Reife: Mittel bis spät reifend Ertrag: Mittleres bis hohes Ertragsniveau Mostsäuregehalt: Mild Frostbeständigkeit: Sehr gut Lageansprüche: Ähnlich Weißburgunder, gute Wasserversorgung erforderlich Im Keller Aroma: Apfel (Boskoop), Birne, Aprikose, Quitte Bukett: Dezent, fruchtbetont Frische: Mild, ausgewogen Tannine: Keine (Weißweinsorte) Säure: Mäßig bis mild Süße: Trocken bis halbtrocken Fruchtigkeit: Mittel Eignung Weinart: Weißwein Verwendung: Stillwein, Cuvée
Cabernet Cantor - PIWI
Größe: Kurzstamm | Klon: FR720 | Unterlage: SO4
Einführung in die Rebsorte Cabernet Cantor wurde 1989 am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg gezüchtet. Die Kreuzung basiert auf Seibel 7053 (Chancellor) × Solaris, kombiniert mit genetischen Einflüssen von Merzling, Zarya Severa und Muskat-Ottonel. Die Sorte gehört zur Gruppe der PIWI-Rebsorten und trägt das amtliche Zuchtkürzel FR 523-89 r. Mit ihrer eleganten Anlehnung an klassische Bordeaux-Sorten und zugleich sehr guter Krankheitsresistenz ist sie ein Paradebeispiel für modernen, nachhaltigen Rotweinanbau. Besondere Eigenschaften Cabernet Cantor zeigt einen starken, waagrechten Wuchs mit wenig Geiztrieben, was die Laubarbeit erleichtert. Der Austrieb erfolgt wenige Tage vor dem Spätburgunder, die Reife etwa eine Woche früher. Die Sorte ist sehr robust gegenüber Peronospora, Oidium und Botrytis, was unter anderem der lockerbeerigen Traubenstruktur zu verdanken ist. Große Beeren und hohe Mostgewichte sprechen für ein hervorragendes Ertragspotenzial. Warum diese Sorte eine gute Wahl ist… Cabernet Cantor ist ideal für Weinbau in kühleren und feuchteren Regionen und eine sinnvolle Alternative zum Spätburgunder, da sie weniger anfällig für Fäulnis ist. Die hohe Pilzresistenz macht sie besonders attraktiv für den PIWI-Anbau mit reduziertem Pflanzenschutzaufwand. Die elegante, an Merlot erinnernde Weinqualität spricht zudem gezielt ein anspruchsvolles Publikum an. Auch bei Direktvermarktern punktet die Sorte durch gute Färbung und Trinkfreude. Besondere Merkmale der Weine Die Weine des Cabernet Cantor präsentieren sich dunkel rubinrot, farbintensiv und extraktreich. Aromatisch zeigen sie dezente Würze, milde Gerbstoffe und eine elegante Struktur, die an Merlot oder Cabernet Sauvignon erinnert. Trotz der kräftigen Farbe bleiben die Weine weich und zugänglich, was sie vielseitig einsetzbar macht – von sortenreinen Weinen bis hin zu eleganten Cuvées. Weinbauliche Merkmale Rebsorte: Cabernet Cantor Züchter / Herkunft: Staatliches Weinbauinstitut Freiburg Kreuzung: Seibel 7053 (Chancellor) × Solaris Verbreitung: Deutschland, Belgien, Niederlande, Polen, Dänemark Zuchtnummer: FR 523-89 r Im Weinberg Resistenzen: Peronospora +++, Oidium +++, Botrytis ++ Traube & Beeren: Groß, lockerbeerig, hohe Mostgewichte Wuchsform: Stark, waagrecht, wenig Geiztriebe Geiztriebbildung: Gering Verrieselung: Wenig Reife: Ca. 1 Woche vor Spätburgunder Ertrag: Ertragreich Mostsäuregehalt: Ausgeglichen Frostbeständigkeit: Gut Lageansprüche: Anspruchslos, auch für kühlere Lagen geeignet Im Keller Aroma: Würzig, dunkelbeerig Bukett: Dezent mit Merlot-Charakter Frische: Mild, harmonisch Tannine: Weich, rund Säure: Ausgeglichen Süße: Trocken ausgebaut Fruchtigkeit: Mittel bis hoch Eignung Weinart: Rotwein Verwendung: Stillwein, Cuvée, teilweise auch für Barrique-Ausbau geeignet
Cabernet Cortis - PIWI
Größe: Kurzstamm | Klon: FR680 | Unterlage: 5BB
Einführung in die Rebsorte Cabernet Cortis wurde 1982 von Norbert Becker am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg gezüchtet. Die Kreuzung aus Cabernet Sauvignon × Solaris hatte das Ziel, einen Rotwein mit internationalem Format auch für kühlere Weinbauregionen zu ermöglichen. Die Sorte trägt das Zuchtkürzel FR 680 und ist ein wichtiger Vertreter moderner PIWI-Reben, die den Pflanzenschutz reduzieren und stabile Erträge liefern. Besondere Eigenschaften Cabernet Cortis zeigt einen kräftigen, aufrechten Wuchs mit wenig Geiztrieben. Die großen, länglich-walzenförmigen Trauben tragen kleine, lockerbeerige Beeren mit robuster Haut. Die Sorte reift etwa eine Woche vor dem Spätburgunder, ist frostresistent und weist eine gute Pilzfestigkeit gegen Peronospora, Oidium und Botrytis auf. Dank hoher Extrakt- und Tanningehalte eignet sich die Sorte hervorragend für den Holzfassausbau. Warum diese Sorte eine gute Wahl ist… Cabernet Cortis ist wie geschaffen für den nachhaltigen, zukunftsorientierten Weinbau: Wenig Pflegeaufwand, gute Winterhärte und stabile Erträge. Die Sorte eignet sich sowohl für den professionellen Qualitätsweinbau als auch für ambitionierte Hobbywinzer, die einen ausdrucksstarken, tiefdunklen Rotwein erzeugen möchten. Auch für Saft oder Frischverzehr ist sie durch die aromatischen Beeren geeignet. Besondere Merkmale der Weine Der Wein zeigt eine dunkle, tiefrote bis violette Farbe und präsentiert sich mit kräftiger Struktur, intensiven Aromen von Cassis, Holunder und schwarzem Pfeffer. Das würzige Bukett ist typisch für die Cabernet-Familie, doch der Cabernet Cortis geht noch einen Schritt weiter: Dank seiner phenolreichen Zusammensetzung reifen die Weine hervorragend im Holzfass und entwickeln mit der Zeit eine beeindruckende Komplexität und Langlebigkeit. Weinbauliche Merkmale Rebsorte: Cabernet Cortis Züchter / Herkunft: Staatliches Weinbauinstitut Freiburg, 1982 Kreuzung: Cabernet Sauvignon × Solaris Klon: FR 680 Im Weinberg Resistenzen: Peronospora ++, Oidium ++, Botrytis ++ Traube & Beeren: Groß, länglich-walzenförmig, lockerbeerig, klein bis mittelgroß Wuchsform: Aufrecht, kräftig, wenig Geiztriebe Geiztriebbildung: Gering Reife: Früh reifend, ca. 1 Woche vor Spätburgunder Ertrag: Hoch, extraktreich Mostsäuregehalt: Balanciert Frostbeständigkeit: Sehr gut Lageansprüche: Geringer als Spätburgunder, gute Lagen empfohlen Im Keller Aroma: Würzig, Cassis, Holunder, Pfeffer Bukett: Tief und aromatisch Frische: Mittel Tannine: Kräftig, lagerfähig Säure: Balanciert Süße: Trocken Fruchtigkeit: Hoch Eignung Weinart: Rotwein Verwendung: Stillwein, Barrique-Ausbau, PIWI-Cuvée
Donauriesling - PIWI
Größe: Kurzstamm | Klon: Klbg1 | Unterlage: SO4
Einführung in die Rebsorte Donauriesling ist eine 1990er-Jahre-Züchtung aus der renommierten Rebzucht der Höheren Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg (Züchter: Ferdinand Regner) (Quelle: HBLA Klosterneuburg). Die Sorte entstand aus einer Kreuzung von Riesling mit dem Resistenzpartner Fr 589-54 (Seyve Villard 12-481 × Freiburg 153-39), einer PIWI-Linie mit Pinot Gris und Gutedel-Hintergrund. Sie verbindet das klassische Aromaprofil des Rieslings mit stabiler Traubengesundheit, Trockenheitsresistenz und reduzierter Pilzanfälligkeit. Besondere Eigenschaften Die mitteldichten, geschulterten Trauben mit kleinen Beeren (14–18 cm) zeichnen sich durch eine verdickte Beerenhaut aus (Quelle: HBLA Klosterneuburg). Dadurch sind sie besonders widerstandsfähig gegen Botrytis und Herbstniederschläge. Der späte Austrieb und die späte Reife machen die Sorte ideal für warme Toplagen. Der Wuchs ist stark, die Triebe zeigen sich halbaufrecht bis aufrecht, mit geringer Geiztriebbildung. Donauriesling ist trockenheitsresistent, winterhart und liefert regelmäßig mittlere Erträge mit überdurchschnittlichem Extrakt. Warum diese Sorte eine gute Wahl ist… Donauriesling empfiehlt sich besonders für qualitätsorientierte Weinbaubetriebe, die auf PIWI setzen wollen, ohne auf Rieslingcharakter zu verzichten. Die Sorte kombiniert moderne Resistenzen (Peronospora ++, Oidium +++, Botrytis +++) mit hoher Standortflexibilität (Quelle: HBLA Klosterneuburg). Durch die kleinen Beeren ergibt sich ein intensives Aromaprofil, das in anspruchsvollen Terroirs besonders gut zur Geltung kommt. Zudem sind geringere Pflanzenschutzmaßnahmen möglich. Besondere Merkmale der Weine Die Weine zeigen eine äußerst gelungene Balance aus frischer Frucht, rassiger Säure und Langlebigkeit. Aromatisch ähneln sie klassischen Rieslingen: Apfel, Zitrus, gelegentlich florale Noten. Die besten Qualitäten überzeugen mit Reifepotenzial und mineralischer Tiefe. In sensorischen Reihenverkostungen in Klosterneuburg wurde die Weinqualität mehrfach mit klassischem Rheinriesling gleichgesetzt oder sogar übertroffen (Quelle: HBLA Klosterneuburg). Stichpunktartige Beschreibung Rebsorte: Donauriesling Züchter: HBLA Klosterneuburg (Ferdinand Regner) Im Weinberg Resistenzen: Peronospora ++, Oidium +++, Botrytis +++ Traube/Beeren: mittelgroß, lockerbeerig, zylindrisch, 1–3 Flügel; kleine Beeren mit verdickter Haut Wuchsform: aufrecht bis halbaufrecht, starkes Wachstum, geringe Geiztriebbildung Reife/Ertrag: spätreifend, mittlerer bis guter Ertrag, hoher Extraktwert Frostbeständigkeit: sehr gut Lageanspruch: gute bis sehr gute Lagen; trockentolerant Im Keller Aroma: Apfel, Zitrusfrucht, feine Rieslingnote Bukett: klar, fruchtig, frisch Frische: hoch, bei jugendlichem Ausbau Säure: animierend, typisch Rieslingverwandt Süße: trocken bis halbtrocken möglich Fruchtigkeit: fein und mineralisch Eignung Weinart: trockene weiße Stillweine Verwendung: Qualitätswein, lagerfähige Riesling-Alternative, PIWI-Profilwein
Felicia - PIWI
Größe: Kurzstamm | Klon: GF1 | Unterlage: 125AA
Einführung in die Rebsorte Felicia wurde 1984 am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof aus den Sorten Sirius × Vidal Blanc gezüchtet (Julius Kühn-Institut). Die amtliche Sortenzulassung durch das Bundessortenamt erfolgte im Dezember 2020. Bereits seit 2004 steht sie unter Sortenschutz. Der Name „Felicia“ – abgeleitet vom lateinischen „die Glückliche“ – spiegelt den Charakter der Sorte wider: unkompliziert, vielseitig und ausdrucksstark. Ihr zarter, feiner Wuchs mit glänzenden Blättern macht sie im Weinberg leicht erkennbar. Besondere Eigenschaften Die großen, lockerbeerigen, goldgelben Trauben sind nicht nur optisch attraktiv, sondern auch wenig anfällig für Botrytis – ein Vorteil, der gesundes Lesegut bis spät in den Herbst ermöglicht (Julius Kühn-Institut). Felicia zeigt eine mittlere Resistenz gegen Falschen Mehltau und eine hohe Resistenz gegen Echten Mehltau sowie Schwarzfäule – dadurch können bis zu 70–80 % der Pflanzenschutzmaßnahmen eingespart werden. Der Wuchs ist leicht überhängend, was etwas mehr Heftarbeit verlangt. Warum diese Sorte eine gute Wahl ist Felicia bringt zuverlässig hohe Erträge mit drei bis vier Trauben pro Trieb, reift ähnlich wie Müller-Thurgau und ist wegen ihrer Aromatik und Harmonie ein echter Allrounder. Sie eignet sich sowohl für den sortenreinen Ausbau als auch als Cuvée-Partner und wird auch als Zierrebe an Hauswänden geschätzt. Ihre markante Frucht mit floralen Noten, grünen Äpfeln, Aprikose, Banane und gelegentlich einem Hauch Muskat macht sie zu einer der spannendsten PIWI-Neuzüchtungen auf dem Markt. Besondere Merkmale der Weine Felicia-Weine zeigen sich leicht, fruchtbetont und äußerst zugänglich. Die harmonische Säure sorgt für eine angenehme Frische am Gaumen. Typisch sind feine Aromen von Apfel, Aprikose und Banane – je nach Jahrgang ergänzt durch einen dezenten Muskatton. Diese stilistische Leichtigkeit macht Felicia besonders bekömmlich und zur idealen Begleitung für moderne, frische Küchenstile oder für den täglichen Weingenuss. Stichpunktartige Beschreibung Rebsorte: Felicia Züchter: Julius Kühn-Institut (Geilweilerhof), Züchtung 1984 Im Weinberg Resistenzen: Peronospora (Falscher Mehltau): mittel, Oidium (Echter Mehltau): hoch, Botrytis: gering anfällig, Schwarzfäule: resistent Traube/Beeren: groß, lockerbeerig, goldgelb Wuchsform: nicht ganz aufrecht, erhöhter Heftaufwand Geiztriebe: gering Ertrag: hoch (3–4 Trauben pro Trieb) Reife: ähnlich wie Müller-Thurgau Mostsäuregehalt: harmonisch Frostbeständigkeit: gut Lageansprüche: gute Lagen empfohlen Im Keller Aroma: florale Aromen, grüne Äpfel, Aprikose, Banane Bukett: zart, blumig, in manchen Jahren mit Muskatton Frische: ausgewogen Säure: mild, harmonisch Süße: je nach Ausbau Fruchtigkeit: ausgeprägt Eignung Weinart: Stillwein, Verschnitt, Zier- und Tafeltraube Herstellung: Qualitätswein, Spätlese, Cuvée
Fidelio - PIWI
Größe: Kurzstamm | Unterlage: SO4
Einführung in die Rebsorte Fidelio, auch unter der Bezeichnung Gm 8107-3 bekannt, wurde 1981 von Prof. Dr. Helmut Becker am Institut für Rebenzüchtung in Geisenheim aus Ehrenbreitsteiner × Fr 52-64 gekreuzt (Quelle: Hochschule Geisenheim). Die Sorte befindet sich aktuell im Versuchsanbau und zeigt in verschiedenen Anbaugebieten vielversprechende Ergebnisse hinsichtlich Ertragssicherheit, Weinqualität und Pflanzengesundheit. Nach abgeschlossener Anbaueignungsprüfung ist die Anmeldung beim Bundessortenamt vorgesehen. Besondere Eigenschaften Fidelio zeigt einen starken, aufrechten Wuchs und besitzt eine gute Winterfrostfestigkeit. Sie ist ausreichend tolerant gegenüber Peronospora, bei Oidium sind jedoch witterungsabhängig zwei Behandlungen notwendig (Quelle: Geisenheimer Rebsortenspiegel, Klon 62). Die lockerbeerige, große Traube ist nur gering anfällig für Botrytis. Der Austrieb und die Blüte erfolgen früh bis mittel, die Reifezeit ist mittel bis spät. Ertrag, Säure und Mostgewicht liegen auf hohem Niveau – ein stabiles Fundament für hochwertige Weißweine. Warum diese Sorte eine gute Wahl ist… Fidelio ist eine ausgezeichnete Wahl für ökologisch wirtschaftende Weinbaubetriebe und alle, die sortentypische Frische mit stabiler Rebe kombinieren möchten. Sie überzeugt durch ihre rieslingähnliche Struktur, robuste Gesundheit und gleichmäßige Ertragslage. Die Sorte eignet sich besonders für mittlere Lagen und sorgt durch ihre aromatische Finesse für lebendige, blumig-frische Weißweine – mit reduziertem Pflanzenschutzbedarf. Besondere Merkmale der Weine Weine aus Fidelio zeigen sich feinfruchtig und duftig, geprägt von einem rieslingähnlichen Säuregerüst und einem Bukett aus Veilchen, Rosen, Zitrusnoten und Quitte (Quelle: Fidelio Steckbrief, Rebveredlung Antes). Die elegante Aromatik und Frische machen Fidelio ideal für sortenreine Weißweine mit Finesse – besonders in Gebieten, wo klassischer Riesling schwierig wird, aber ähnliche Stilistik gewünscht ist. Weinbauliche Merkmale Rebsorte: Fidelio (Gm 8107-3) Züchter: Prof. Dr. Helmut Becker, Hochschule Geisenheim (1981) Im Weinberg Resistenzen: Peronospora: gut / Oidium: mittel / Botrytis: gering Trauben & Beeren: Groß, locker, leicht geschultert; große runde, grün-gelblich beduftete Beeren Wuchsform: Stark, aufrecht Geiztriebe / Laubwand: Vital, strukturstabil Austrieb & Blüte: Früh bis mittel Reife & Ertrag: Mittel bis spät; hohe Erträge und Mostgewichte (85–90 °Oe) Frostbeständigkeit: Gut Lageansprüche: Mittel Im Keller Aroma: Veilchen, Rose, Quitte, Zitrus Bukett: Blumig-duftig mit frischer Frucht Frische: Rieslingähnliche Säurestruktur Säure: Lebendig, gut eingebunden Süße: Ausbau trocken bis halbtrocken empfehlenswert Fruchtigkeit: Fein, elegant Eignung Weinart: Sortenreiner Weißwein Verwendung: Qualitätswein, duftige Cuvées
Helios - PIWI
Größe: Kurzstamm | Klon: FR380 | Unterlage: SO4
Einführung in die Rebsorte Helios wurde 1973 durch Dr. Norbert Becker am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg als Kreuzung aus Merzling, Seyve-Villard und Müller-Thurgau gezüchtet (Quelle: Staatliches Weinbauinstitut Freiburg). Die Sorte wurde speziell mit dem Ziel entwickelt, einen aromatischen, pilzfeste Weißwein hervorzubringen, der auch für den ökologischen Anbau geeignet ist. Die ersten Weine wurden 2008 am Markt eingeführt. Mit aktuell ca. 5 ha Anbaufläche in Deutschland, darunter Versuchsflächen in Franken, gehört Helios zu den jungen Hoffnungsträgern im nachhaltigen Weinbau. Besondere Eigenschaften Helios ist sehr widerstandsfähig gegen Peronospora und Oidium (Quelle: JKI, Staatliches Weinbauinstitut Freiburg), besitzt eine gute Frosthärte und ist somit ideal für den Anbau in mittleren Lagen. Die lockerbeerigen, mittelgroßen Trauben mit gelbgrünen Beeren reifen etwa zeitgleich mit Müller-Thurgau. Ihre geringe Verrieselungsneigung und die stabile Gesundheit des Leseguts machen Helios zu einer arbeitswirtschaftlich attraktiven Sorte. Die Rebsorte liefert aromatische Weine mit feiner Frucht, lebendiger Säure und stoffiger Textur. Warum diese Sorte eine gute Wahl ist… Helios bietet als PIWI-Sorte bis zu 70 % Einsparung bei Fungiziden und ist damit besonders für ökologisch wirtschaftende Betriebe interessant (Quelle: Staatliches Weinbauinstitut Freiburg). Sie zeigt sich im Anbau robust und liefert zuverlässig gesundes, extraktreiches Traubenmaterial. Die Weinqualität liegt bei konsequenter Ertragssteuerung über dem Niveau von Müller-Thurgau, sowohl in Mostgewicht als auch in Struktur. Auch für Winzer mit moderaten Lagen ist Helios eine nachhaltige und qualitätsstarke Option. Besondere Merkmale der Weine Helios-Weine präsentieren sich fruchtbetont und stoffig mit einer lebendigen Säurestruktur. Im Duft zeigen sich blumige und rebsortentypische Nuancen, die an Müller-Thurgau erinnern. In warmen Jahren können die Weine kraftvoll und vollmundig erscheinen, in kühleren Jahren trumpfen sie mit Frische und Leichtigkeit auf. Die Bukett-Ausprägung reicht von zart bis ausgeprägt, was Helios für verschiedene Ausbaustile interessant macht. Weinbauliche Merkmale Rebsorte: Helios Züchter: Dr. Norbert Becker, Staatliches Weinbauinstitut Freiburg Im Weinberg Resistenzen: Peronospora: sehr gut, Oidium: sehr gut Traube & Beeren: mittelgroß, lockerbeerig, gelbgrüne Beeren mit braunen Punkten bei Reife Wuchsform & Pflege: mittelkräftiger Wuchs, aufrecht, geringe Geiztriebbildung Reife & Ertrag: Reifebeginn wie Müller-Thurgau, Mostgewicht Ø 91° Oechsle, Ertrag Ø 112 kg/ar Frostbeständigkeit: gut bis sehr gut Lageansprüche: mittlere Lagen, keine hohen Anforderungen Im Keller Aroma: blumig, fruchtig, ähnlich Müller-Thurgau Bukett: zart bis kräftig Frische: lebendige Säure Säure: mittel, frisch Süße: je nach Ausbau Fruchtigkeit: fein bis ausgeprägt Eignung Weinart: Stillwein, frische Sommerweine Herstellung: auch für ökologischen Anbau und Jungweinproduktion geeignet
Levitage - PIWI
Größe: Kurzstamm | Klon: WE R30 | Unterlage: SO4
Einführung in die Rebsorte Levitage entstand 1994 durch Professoren der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg. Die Elternsorten Regent (Gf 67-198-3) und Acolon (We 71-816-102) brachten wertvolle Eigenschaften ein: Resistenzgene gegen Peronospora und Oidium sowie aromatische Tiefe durch Lemberger- und Dornfelder-Erbanteile. Mit diesen genetischen Vorzügen ist Levitage eine zukunftsorientierte Qualitätssorte für Weinbau in gemäßigten bis warmen Klimazonen. Besondere Eigenschaften Die Sorte ist starkwüchsig mit aufrechter Triebhaltung und zeichnet sich durch eine hohe Ertragsstabilität aus. Die locker aufgebauten Trauben tragen mittelgroße Beeren mit fester Schale, wodurch sie besonders unempfindlich gegenüber Botrytis und der Kirschessigfliege sind. In Versuchen erwies sich Levitage als pflegeleicht und produktionssicher. Weinbaulich entspricht ihre Resistenzkraft etwa der von Regent, bei deutlich höherer Beständigkeit gegen Fruchtfäule. Warum diese Sorte eine gute Wahl ist… Levitage bietet eine gelungene Kombination aus Nachhaltigkeit, Ertrag und Qualität. Für Winzer bedeutet dies weniger Pflanzenschutzaufwand, sichere Erträge und ausgezeichnete Kellerfähigkeit. Die Weine zeigen eine tiefdunkle Farbe, warme Fruchtigkeit und weiche Gerbstoffe – ein moderner Rotwein mit Charakter und zugleich robust im Anbau. Damit ist Levitage die ideale Wahl für PIWI-orientierte Betriebe, Bio-Winzer und qualitätsbewusste Weinliebhaber, die eine zukunftssichere Alternative suchen. Besondere Merkmale der Weine Farbkräftige, vollmundige Rotweine mit Waldfrucht- und Kirsch-Aromen, harmonische Gerbstoffstruktur, ideal auch für Holzfassausbau. Weinbauliche Merkmale Rebsorte: Levitage (We 94-26-37) Züchter: Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg (1994) Im Weinberg Resistenzen: Peronospora – gut, Oidium – gut, Botrytis – sehr gut; hohe Beständigkeit gegen Kirschessigfliege Traube & Beeren: große, lockere Trauben mit mittelgroßen, festschaligen Beeren Wuchsform: stark, nahezu aufrecht, pflegeleicht Geiztriebbildung: vorhanden, mäßig Laubwand: dicht, gleichmäßig Reife: mittelfrüh Ertrag: stabil, hoch Mostsäuregehalt: stabil, ausgewogen, hohe Kellerfreundlichkeit Frostbeständigkeit: gut Lageansprüche: sonnig, durchlüftet; für gute Lagen geeignet Im Keller Aroma: Waldfrucht- und Kirsch-Aromen Bukett: fruchtig und intensiv Frische: ausgewogen Tannine: weich, harmonisch Säure: stabil, angenehm Süße: trocken bis halbtrocken ausbaubar Fruchtigkeit: warm, vollmundig Eignung Weinart: Rotweinproduktion Verwendung: PIWI-Anbau, Bio-Weinbau
Monarch - PIWI
Größe: Kurzstamm | Klon: FR620 | Unterlage: SO4
Einführung in die Rebsorte Die Kreuzung Monarch stammt aus dem Jahr 1988 und wurde am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg unter der Leitung von Norbert Becker gezüchtet (Quelle: Staatliches Weinbauinstitut Freiburg). Sie ist das Ergebnis der Kombination aus Solaris (Merzling × (Zarya Severa × Muskat Ottonel)) und Dornfelder. Damit trägt sie Gene der Vitis amurensis, Vitis lincecumii, Vitis rupestris und Vitis vinifera in sich. Ihr Name ist Programm: Monarch steht für Stärke, Tiefe und Widerstandsfähigkeit. Besondere Eigenschaften Monarch ist eine spätreifende Sorte mit guter Frosthärte und hohem Resistenzniveau gegenüber Peronospora (Rpv3.3, Rpv10), Oidium (Ren3, Ren9) und Botrytis (Quelle: PIWI International). Ihre kräftigen, farbstarken Rotweine mit deutlichem Tanningerüst sind sowohl für den Barrique-Ausbau als auch für Cuvées geeignet. Die Fruchtaromen erinnern an dunkle Beeren wie Holunder, Brombeere und Heidelbeere. Auch bei vergleichsweise niedrigen Mostgewichten lassen sich aus Monarch vollmundige Weine mit samtigem Mundgefühl erzeugen. Warum diese Sorte eine gute Wahl ist Monarch bietet nicht nur geschmacklich Charakter, sondern auch ökologisch einen klaren Vorteil. Ihre hohe Krankheitsresistenz ermöglicht einen stark reduzierten Pflanzenschutzaufwand. Der kräftige Wuchs mit geringer Geiztriebbildung und geringer Stiellähme sorgt für eine unkomplizierte Bewirtschaftung. Als PIWI-Sorte mit hohem Qualitätsversprechen ist sie ideal für moderne, nachhaltige Betriebe – vom Biowinzer bis zum zukunftsorientierten Hobbyweinbau. Besondere Merkmale der Weine Monarch-Weine sind extraktreich, vollmundig und farbintensiv – mit spürbaren, gut eingebundenen Tanninen. Die Aromatik reicht von dunklen Beeren über Kirsche bis hin zu einer dezenten Würze. Der Ausbau im Holzfass verstärkt die Struktur und Tiefe des Weins. Durch ihre ausgewogene Balance eignet sich die Sorte sowohl für reinsortige Rotweine als auch für charaktervolle Cuvées. Weinbauliche Merkmale Rebsorte: Monarch Züchter: Norbert Becker, Staatliches Weinbauinstitut Freiburg Im Weinberg Resistenzen: Peronospora: sehr gut (Rpv3.3, Rpv10). Oidium: sehr gut (Ren3, Ren9), Botrytis: hoch Trauben/Beeren: große, lockere Trauben; mittlere, runde Beeren Wuchsform: starkwüchsig, wenig Ranken, geringe Geiztriebbildung Verrieselung: gering Stiellähme: gering Reife: spät, vergleichbar mit Spätburgunder Ertrag: mittel bis hoch, verlässlich Mostgewicht: langsam ansteigend; vollmundige Weine auch bei niedrigerem Mostgewicht Frostbeständigkeit: sehr gut Lageansprüche: gute Lagen, frostgeschützt im Frühjahr Im Keller Aroma: dunkle Beerenfrüchte (Brombeere, Holunder, Heidelbeere) Bukett: fruchtbetont mit würzigen Untertönen Frische: ausgewogen, bei entsprechender Säureführung Tannine: deutlich, kräftig, gut für Barrique-Ausbau Säure: mittel Süße: trocken bis halbtrocken Fruchtigkeit: hoch Eignung Weinart: Rotwein Ausbau: Barrique, Cuvée, sortenrein Cuvée-Partner: fruchtige, weiche Sorten zur Abrundung Tannine: ideal für Lagerung und Reifung
Phoenix - PIWI
Größe: Kurzstamm | Klon: GF1 | Unterlage: 125AA
Einführung in die Rebsorte Phoenix wurde 1964 am Geilweilerhof (Siebeldingen, Pfalz) gekreuzt und 1992 offiziell eingetragen. Die Sorte verdankt ihren Namen dem sagenumwobenen Feuervogel Phönix – ein Symbol für Widerstandskraft und Erneuerung. In Deutschland konzentriert sich der Anbau u. a. auf das Stargarder Land. Die robuste Sorte liefert aromatische, goldgelbe Beeren mit zartem Muskataroma und ist sowohl als Tafeltraube als auch zur Kelterung vielseitig einsetzbar. Besondere Eigenschaften Phoenix ist eine PIWI-Rebsorte mit sehr hoher Widerstandsfähigkeit gegen Echten und Falschen Mehltau sowie Botrytis. Sie ist winterhart, mittelfrüh reifend und starkwüchsig. Ihre goldgelben, mittelgroßen Beeren in großen, lockerbeerigen Trauben sind reich an Zucker und weisen ein feines Muskatbukett auf. Die Sorte ist ertragssicher, genügsam im Anbau und bestens geeignet für naturnahes Gärtnern. Warum diese Sorte eine gute Wahl ist Dank ihrer geringen Standortansprüche, der Robustheit gegen Krankheiten und ihres angenehmen Aromas ist Phoenix ideal für Hausgärten, Spaliere und Pergolen. Sie bringt zuverlässig hohe Erträge, ist einfach in der Pflege und überzeugt sensorisch sowohl als Tafeltraube wie auch im Glas – als Saft oder aromatischer Weißwein. Besondere Merkmale der Weine Die Weine aus Phoenix zeigen ein leichtes bis mittleres Muskataroma, sind vollmundig und besitzen eine frische bis kräftige Säurestruktur. Sie eignen sich für den Ausbau zu fruchtig-aromatischen Sommerweinen, Federweißer oder auch für Cuvées. Die Weine sind nicht lagerfähig, punkten jedoch durch ihre unkomplizierte Trinkfreude. Weinbauliche Merkmale Rebsorte: Phoenix (PIWI) Züchter: Julius Kühn-Institut, Geilweilerhof (Prof. Dr. Gerhardt Alleweldt) Im Weinberg Resistenzen: hoch gegen Peronospora und Oidium, tolerant gegenüber Botrytis Trauben & Beeren: große, gelbe Trauben mit mittelgroßen, kugeligen Beeren; leichtes Muskataroma Wuchs: kräftig, mit großem Laub, wenig anfällig, sehr winterhart Reife & Ertrag: mittelfrüh (ab Mitte September); sehr ertragreich Lageansprüche: sonnige bis halbschattige Standorte; geeignet für Hausgärten, Pergolen, große Kübel Im Keller Aroma: feines Muskat, florale und fruchtige Noten Bukett: dezent, fruchtig, leicht würzig Frische: gut, ideal als jung zu trinkender Wein Säure: frisch bis kräftig Süße: trocken bis halbtrocken, auch für Süßweine geeignet Fruchtigkeit: hoch Eignung Weinart: Weißwein, Federweißer, Saft Ausbau: Edelstahltank Verwendung: Tafeltraube, Saft, trockene bis süße Weißweine
Regent - PIWI
Größe: Kurzstamm | Klon: GF1 | Unterlage: 5BB
Einführung in die Rebsorte Regent ist eine Kreuzung aus Diana x Chambourcin und wurde von Dr. Gerhardt Alleweldt gezüchtet. Die Elternsorten verleihen ihr hohe Mostgewichte, Widerstandsfähigkeit gegen Falschen und Echten Mehltau sowie gute Toleranz gegenüber Frost. Seit 1996 ist Regent in Deutschland als Rebsorte zugelassen. Benannt wurde sie nach dem berühmten Diamanten „Regent“. Die tiefdunkle Farbe der Weine verdankt sie ihrem hohen Gehalt an Farbstoffen wie Malvidin. Besondere Eigenschaften Regent zeichnet sich durch mittleren bis kräftigen Wuchs aus. Die Sorte treibt mittelfrüh aus, ist robust, frosthart und sehr widerstandsfähig gegenüber Pilzkrankheiten. Die Trauben sind lockerbeerig, die Beeren rund, mittelgroß und besitzen eine tiefblaue Farbe. Die Reife erfolgt ab Mitte September. Regent bringt hohe Mostgewichte und überzeugt durch ein feinfruchtiges, kirschiges Aroma mit weichen Tanninen. Warum diese Sorte eine gute Wahl ist Regent ist besonders geeignet für den Anbau in kühleren Rotweinlagen, wo klassische Sorten wie Spätburgunder oft an ihre Grenzen stoßen. Sie benötigt wenig Pflanzenschutz und bietet dennoch hohe Erträge und konstant gute Weinqualitäten. Auch für den Hausgarten ist sie ideal – sowohl für Frischverzehr als auch für Wein oder Saft. Besondere Merkmale der Weine Die Weine sind kräftig, farbstoffreich und zeigen Aromen von Kirsche, Brombeere und Johannisbeere. Die moderate Säure und die samtigen Tannine sorgen für ein harmonisches Mundgefühl. Im Holzfass ausgebaut, entfaltet Regent eine angenehme Struktur und Tiefe. Die Weine sind sowohl jung trinkreif als auch lagerfähig. Weinbauliche Merkmale Rebsorte: Regent Züchter: Dr. Gerhardt Alleweldt, JKI Geilweilerhof (Siebeldingen, Pfalz) Im Weinberg Resistenzen: Hoch gegen Peronospora, Oidium, Reblaus (Blätter) Trauben & Beeren: Mittelgroß, lockerbeerig, rund, blau Wuchs: Mittel bis stark, windempfindlich Reife & Ertrag: Mittelfrüh, hohe Mostgewichte Lageansprüche: Bevorzugt warme, sonnige Standorte; gut geeignet für kühle Randlagen Im Keller Aroma: Kirsche, Johannisbeere, dunkle Beeren Bukett: Fruchtig, mit zartem Tannin Frische: Angenehm, gut balanciert Tannine: Samtig, gut integrierbar Säure: Moderat Süße: Trocken bis halbtrocken Fruchtigkeit: Hoch Eignung Weinart: Rotwein, auch für Cuvées Ausbau: Edelstahl oder Barrique Verwendung: Wein, Saft, Tafeltraube Tanninstruktur: Weich, rund, samtig
Rondo - PIWI
Größe: Kurzstamm | Klon: Gm1 | Unterlage: SO4
Einführung in die Rebsorte Die interspezifische Rebsorte Rondo geht auf eine Kreuzung von Zarya Severa (mit Vitis amurensis-Anteil) × St. Laurent zurück. Die ursprüngliche Kreuzung erfolgte 1964 durch Prof. Vilém Kraus in der damaligen Tschechoslowakei, die Weiterentwicklung übernahm Helmut Becker am Institut in Geisenheim. Rondo wurde 1997 in die Sortenliste aufgenommen. Sie überzeugt durch hohe Resistenz gegen Falschen Mehltau und Botrytis, gute Frosthärte und tiefrote Trauben – ideal für kühle Lagen. Besondere Eigenschaften Rondo ist früh reifend, besitzt einen kräftigen, hängenden Wuchs und zeigt frühzeitigen Austrieb – was Spätfrostgefahr mit sich bringt. Die großen, lockerbeerigen Trauben färben sehr gut aus. Die Sorte ist wenig chlorosefest, verrieselt leicht und neigt zu Stiellähme, weshalb eine gute Laubpflege notwendig ist. Sie stellt keine hohen Anforderungen an den Standort – normale Müller-Thurgau-Lagen sind ausreichend. Warum diese Sorte eine gute Wahl ist Rondo ist eine robuste, pflegeleichte Sorte für umweltbewusste Winzer und Hobbygärtner. Sie eignet sich ideal für den ökologischen Anbau, ist frosthart und bringt hohe Farbausprägung und gute Fruchtigkeit mit. Ob als Färbertraube in Cuvées, sortenrein im Barrique oder als Saft- und Tafeltraube – Rondo ist vielseitig und liefert zuverlässig dichte, farbkräftige Rotweine. Besondere Merkmale der Weine Rondo-Weine sind tiefdunkel, mit rubinrotem bis violettem Farbton. In der Nase dominieren dunkle Kirschen, Brombeeren und Waldbeeren. Die Tannine sind weich und samtig, die Säure bleibt auch nach biologischem Säureabbau lebendig. In guten Jahren können komplexe, südlich anmutende Rotweine entstehen – mit Potenzial für den Holzfassausbau. Weinbauliche Merkmale Rebsorte: Rondo Züchter: Prof. Kraus (Tschechoslowakei), weitergeführt von Helmut Becker (Geisenheim) Im Weinberg Resistenzen: Peronospora ++, Botrytis ++, Oidium + Wuchs: kräftig, hängend, dichter Laubwuchs Trauben & Beeren: groß, locker, gut ausgefärbt; Beeren mittelgroß, blau, kugelig Reife & Ertrag: frühreifend (Ende September), gute Erträge, Beerenabfall bei zu spätem Lesen möglich Lageansprüche: ähnlich wie Müller-Thurgau, spätfrostgefährdete Standorte meiden Im Keller Aromen: dunkle Kirschen, Brombeeren, Waldbeeren Bukett: fruchtig, bei unzureichender Pflege leicht vegetativ Farbe: rubinrot bis violett Tannine: mild, samtig Säure: mittel bis hoch Ausbau: Edelstahltank oder Holzfass Eignung Verwendung: Rotwein (sortenrein oder Cuvée), Saft, Tafeltraube Besonderheit: Färbertraube für Verschnitt, sehr gut für Bio-Anbau geeignet Tanninstruktur: samtig, gut eingebunden
Sauvitage - PIWI
Größe: Hochstamm | Klon: WE R10 | Unterlage: 5BB
Einführung in die Rebsorte Sauvitage ist das Ergebnis einer gezielten Kreuzung aus FR 147-66 × We 75-34-13. Die Züchtung stammt von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg. In ihrem Stammbaum finden sich Sauvignon Blanc, Riesling und Grauburgunder ebenso wie pilzwiderstandsfähige Wildreben aus Asien (Vitis amurensis) und Amerika (Seyve Villard 12-481). Die Sorte hat einen aufrechten Wuchs, bildet nur wenige Ranken und zeichnet sich durch sehr gute Holzreife aus. Besondere Eigenschaften Sauvitage besitzt eine hohe Resistenz gegen Peronospora (Rpv3.1, Rpv12), gute Resistenz gegen Oidium und gilt dank ihrer lockerbeerigen Trauben als weitgehend botrytisfest. Durch die stabile Holzreife und gute Frosthärte eignet sich die Sorte auch für kältere Regionen. Austrieb, Blüte und Reife erfolgen mittelfrüh. Der Wuchs ist kräftig und aufrecht, was den Pflegeaufwand im Weinberg reduziert. Bei Magnesium-Mangel kann gelegentlich Stiellähme auftreten. Warum diese Sorte eine gute Wahl ist… Sauvitage überzeugt durch ihre hohe Pilzwiderstandsfähigkeit, eine gute Säurestruktur und ein weites Aromenspektrum. Sie ermöglicht einen reduzierten Pflanzenschutzaufwand und liefert gleichzeitig fruchtbetonte, moderne Weißweine. Der Ertrag und das Mostgewicht liegen über dem des Rieslings – bei geringerer Botrytis-Anfälligkeit. Besondere Merkmale der Weine Die Weine zeigen je nach Ausbau und Reife ein Aromenspektrum zwischen frisch-fruchtig, exotisch und ausgeprägt stachelbeerbetont. Damit schlagen sie sensorisch eine Brücke zwischen Sauvignon Blanc, Riesling und Grauburgunder. Die Weine sind lebendig, feinfruchtig und angenehm säurebetont. Weinbauliche Merkmale Rebsorte: Sauvitage Züchter: LVWO Weinsberg, 1988 Im Weinberg Resistenzen: sehr gut gegen Peronospora (+++), gut gegen Oidium (++), gering anfällig für Botrytis (++), frosthart Traube & Beeren: lockerbeerig, meist mittelgroße Trauben mit kleinen bis mittelgroßen Beeren Wuchsform: stark, aufrecht, wenige Ranken, gute Holzreife Reife: mittelfrüh Ertrag: etwas über Riesling Mostsäuregehalt: ausgewogene Säurestruktur Frostbeständigkeit: hoch Lageansprüche: durchschnittlich; vergleichbar mit Kerner Im Keller Aroma: frisch-fruchtig, exotisch, Stachelbeere Bukett: zwischen Sauvignon Blanc, Riesling und Grauburgunder Frische: sehr gut, ausgewogene Säurestruktur Säure: klar strukturiert, nicht aufdringlich Süße: trocken bis halbtrocken Fruchtigkeit: hoch Eignung Weinart: Weißwein Verwendung: frische Alltagsweine, moderne PIWI-Weißweine, Spezialitäten
Souvignier Gris - PIWI
Größe: Kurzstamm | Klon: FR420 | Unterlage: 125AA
Einführung in die Rebsorte Souvignier Gris wurde 1983 von Norbert Becker in Freiburg gezüchtet. Ursprünglich wurde fälschlich angenommen, die Eltern seien Cabernet Sauvignon × Bronner – durch eine Genomanalyse 2019 wurde jedoch bestätigt: die Sorte stammt von Seyval Blanc × Zähringer ab. Ziel war es, eine Rebsorte mit hoher Resistenz gegenüber Oidium und Peronospora zu schaffen. Besondere Eigenschaften Die Rebsorte ist stark pilztolerant und benötigt nur wenige Pflanzenschutzmaßnahmen. Die Trauben sind lockerbeerig, rosafarben bis gräulich und besitzen dicke Schalen sowie fleischiges Fruchtfleisch. Dies macht sie besonders widerstandsfähig gegen Sonnenbrand und Fäulnis. Die Sorte ist fruchtbar, reift mittelfrüh und neigt gelegentlich zu Stiellähme und Traubenwelke. Warum diese Sorte eine gute Wahl ist… Souvignier Gris bietet robusten Anbau mit minimalem Pflanzenschutzbedarf. Die Weine sind ausdrucksstark, strukturiert und vielseitig. Die Rebsorte eignet sich ideal für naturnahen oder ökologischen Weinbau und überzeugt durch Fruchtausprägung, Lagerfähigkeit und Sortencharakter. Besondere Merkmale der Weine Weine aus Souvignier Gris sind hellgelb mit silbernen Reflexen, kräftig, tanninbetont und erinnern sensorisch an Grauburgunder oder Weißburgunder. Aromen reichen von Apfel, Mirabelle, Wildobst über Pfirsich bis zu Maracuja, ergänzt durch Schwarztee-Anklänge. Die eingebundene Säure verleiht den Weinen Frische und Spiel. Weinbauliche Merkmale Rebsorte: Souvignier Gris Züchter: Staatliches Weinbauinstitut Freiburg, Norbert Becker Kreuzung: Seyval Blanc × Zähringer Im Weinberg Austrieb: mittelfrüh Reifezeitpunkt: mittelfrüh Wuchsform: mittelstark, aufrecht Resistenzen: sehr hoch (Peronospora +++, Oidium ++) Frosthärte: gut Besonderheiten: gelegentlich Stiellähme, Traubenwelke, Geiztriebe Im Keller Weinstil: kräftig, stoffig, strukturiert Ausbau: sowohl reduktiv als auch im Holzfass möglich Charakter: fruchtig bis neutral, tanninbetont Eignung Weinart: Weißwein Verwendung: ökologischer Weinbau, PIWI-Anlagen mit reduzierter Pflanzenschutzintensität
Veritage - PIWI
Größe: Kurzstamm | Klon: WE R50 | Unterlage: SO4
Einführung in die Rebsorte Veritage (Züchtungsnr. We 86-708-86) entstand 1986 an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg. Die Kreuzung aus Merzling und We 73-45-84 bringt genetisch eine starke Resistenz gegenüber Peronospora und Oidium mit. Besonders bemerkenswert ist der Einfluss der asiatischen Wildrebe Vitis amurensis in der Abstammung: Sie sorgt für ein luftiges Laub, senkrechten Wuchs und eine lockere, fäulnisresistente Traubenstruktur. Die Sorte ist aufgrund ihrer Robustheit und Aromatik ideal für nachhaltige und ökologische Betriebe. Besondere Eigenschaften Veritage wächst kräftig mit auffallend aufrechtem Triebverhalten und bildet eine robuste, luftige Laubwand. Die Trauben sind mittelgroß und lockerbeerig, die Beeren klein, rund und dickschalig. Neben der hohen Widerstandsfähigkeit gegen Peronospora, Oidium und Botrytis zeigen sich auch in schwierigen Jahren sehr stabile Erträge. Die Sorte erfordert nur geringe Pflanzenschutzmaßnahmen und ist somit besonders für den umweltschonenden Anbau geeignet. In seltenen Fällen wurde eine leichte Anfälligkeit für Blattreblaus beobachtet. Warum diese Sorte eine gute Wahl ist… Veritage ist wie geschaffen für modernen, naturnahen Weinbau. Ihre starke Resilienz, verbunden mit einer eleganten Weinqualität, machen sie zu einer echten Zukunftssorte – besonders in gemäßigten Klimazonen, wo sie ihre Stärken voll ausspielen kann. Ob im konventionellen oder biologischen Anbau: Diese Sorte überzeugt mit wenig Aufwand und viel Ertrag – auch im Glas. Besondere Merkmale der Weine Die Weißweine der Sorte Veritage begeistern durch Fülle, Schmelz und Struktur. Ihre Aromatik ist geprägt von heimischen Früchten wie Apfel oder Birne, gelegentlich ergänzt durch eine feine grüne Note, die an Sauvignon Blanc erinnert – besonders in kühlen Jahrgängen. Die Weine zeigen ein hohes Lagerpotenzial und eignen sich sowohl sortenrein als auch als Cuvée-Partner für elegante, frische Weißweine. Weinbauliche Merkmale Rebsorte: Veritage Züchter: Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg Züchtung: 1986, Merzling × We 73-45-84 Typ: Weißweinrebe, PIWI Genetik: Mit Vitis amurensis, Vitis vinifera, Vitis rupestris Im Weinberg Wuchsform: aufrechter, kräftiger Wuchs Laubwand: luftige Struktur, robuste Blätter Austrieb: früher bis mittlerer Austrieb Reife: frühe bis mittlere Reife Resistenzen: gute bis sehr gute Resistenz gegen Peronospora, Oidium, Botrytis Fäulnis: geringe Anfälligkeit durch lockere Traubenstruktur Trauben: mittelgroß, lockerbeerig Standortansprüche: geringe bis mittlere Im Keller Weinstil: druckvoll, körperreich Charakter: ausdrucksstarke Frucht, Schmelz Lagerfähigkeit: gut Stilistik: trocken bis halbtrocken Verwendung: ideal auch für Cuvées Eignung Nachhaltiger, ökologischer Weinbau PIWI-Anbaukonzepte Weinproduktion mit reduziertem Pflanzenschutz Qualitative Weißweinlinien Direktvermarktung & Gastronomie