Bacchus
Größe:
Hochstamm
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Klon:
ST14
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Unterlage:
5BB
Einführung in die Rebsorte
Die Rebsorte Bacchus wurde 1933 vom Rebenzüchter Peter Morio zusammen mit Bernhard Husfeld am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof gezüchtet. Sie ist das Ergebnis einer Kreuzung aus (Silvaner × Riesling) × Müller-Thurgau und wurde 1972 offiziell in die Sortenliste aufgenommen (Quelle: JKI, Sortenbeschreibung). Die Sorte gehört zur Art Vitis vinifera und besitzt zwittrige Blüten – ein klarer Vorteil für den Anbau. Bacchus ist vor allem in Deutschland und England verbreitet.
Besondere Eigenschaften
Bacchus ist eine frühreifende Weißweinsorte, die hohe Mostgewichte erzielt und damit auch dort angebaut werden kann, wo Riesling nicht mehr voll ausreifen würde. Sie ist selbstfruchtend, was eine wirtschaftlichere Pflanzung ermöglicht. Die Rebsorte liefert hocharomatische, fruchtbetonte Weine, allerdings mit geringer Säure. Deshalb wird sie oft mit neutraleren Sorten wie Müller-Thurgau kombiniert. Bacchus eignet sich hervorragend für aromatische Cuvées, ist aber auch sortenrein ein Genuss – vorausgesetzt, das Lesegut ist vollreif.
Warum diese Sorte eine gute Wahl ist…
Bacchus verbindet sichere Erträge, frühe Reife und intensive Fruchtaromen – ein starkes Argument für Lagen, in denen klassische Rebsorten wie Riesling oder Silvaner an Grenzen stoßen. Sie ist eine sehr gute Ergänzung für Winzerbetriebe mit Fokus auf Direktvermarktung, fränkische Spezialitäten oder junge, zugängliche Weinstile. Ihr aromatisches Profil kommt besonders zur Geltung, wenn sie voll ausreift – ideal für sonnige, aber nicht zu heiße Standorte.
Besondere Merkmale der Weine
Weine aus Bacchus präsentieren sich mit feiner Aromatik nach Muskat, Holunderblüte, exotischen Früchten und reifem Apfel. In der Nase floral und animierend, am Gaumen oft weich und zugänglich. Im Alter entwickeln gute Bacchus-Weine zusätzliche Honig- und Nussnoten, die an gereifte Weißweine aus Burgund erinnern. Die milde Säure macht sie zu idealen Begleitern für leichte Speisen, Gemüsegerichte oder Frischkäse.
Weinbauliche Merkmale
Rebsorte: Bacchus
Züchter: Peter Morio & Bernhard Husfeld, Geilweilerhof (1933)
Zulassung: 1972 in die deutsche Sortenliste aufgenommen
Abstammung: (Silvaner × Riesling) × Müller-Thurgau
Im Weinberg
Resistenzen: Keine besonderen Resistenzen; empfindlich gegen Botrytis bei später Lese
Traube & Beeren: Hellgrün bis gelblich, mittelgroß
Wuchsform: Mittelstark, zwittrig (selbstfruchtend)
Reife: Frühreifend
Ertrag: Hoch
Mostsäuregehalt: Gering
Frostbeständigkeit: Mittel
Lageansprüche: Auch für kühlere oder weniger privilegierte Lagen geeignet
Im Keller
Aroma: Muskat, Apfel, Holunder, exotische Früchte
Bukett: Fruchtig-blumig
Frische: Geringe Säure, weich
Säure: Niedrig
Süße: Trocken bis lieblich möglich
Fruchtigkeit: Sehr fruchtig
Eignung
Weinart: Weißwein
Verwendung: Sortenrein oder Cuvée, auch für lieblichere Ausbaustile geeignet
Blauer Silvaner
Größe:
Kurzstamm
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Klon:
ST25
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Unterlage:
SO4
Einführung in die Rebsorte
Der Blaue Silvaner ist eine natürliche Mutation des Grünen Silvaners – oder möglicherweise sogar dessen Ursprung, wie manche Quellen vermuten. Seit 1984 ist die Sorte offiziell in Deutschland zugelassen. Die Rebschule Steinmann in Sommerhausen fungiert als Erhaltungszüchter und sichert mit dem Klon ST 25 den Fortbestand dieser fast vergessenen Sorte. Die Hauptanbaugebiete sind Franken und die Hessische Bergstraße. Insgesamt sind heute etwa 20 Hektar mit Blauem Silvaner bestockt – ein echter Schatz für Individualisten.
Besondere Eigenschaften
Die Rebe ist kräftig im Wuchs, besitzt zwittrige Blüten und liefert gleichmäßige Erträge in frostsicheren Lagen. Die Trauben sind mittelgroß, kompakt, mit dunkel violetten Beeren, die jedoch ausschließlich zu Weißwein verarbeitet werden. Die Reife erfolgt mittel bis spät, etwa zwei Wochen nach Gutedel. Die Sorte ist anfällig für echten Mehltau und reagiert empfindlich auf Winterfrost – dafür bringt sie in guten Lagen ausgeglichene, aromatische Weine mit Struktur. Dank kräftiger Blütenfestigkeit ist sie sehr fruchtbar.
Warum diese Sorte eine gute Wahl ist…
Der Blaue Silvaner ist eine echte Rarität mit eigenständigem Charakter. In der Flasche zeigt er sich kräftiger als der Grüne Silvaner, mit einer differenzierten Aromatik, die je nach Boden und Ausbau variiert. Er bringt Weine hervor, die sowohl puristisch als auch ausdrucksstark wirken können – besonders, wenn die Trauben leicht auf der Maische standen. Für Winzer mit dem Anspruch, sich durch Authentizität und Einzigartigkeit abzuheben, ist er eine lohnenswerte Wahl.
Besondere Merkmale der Weine
Die Weine des Blauen Silvaners sind meist etwas kräftiger und strukturierter als die des Grünen Silvaners. Das Bukett ist geprägt von reifen gelben Früchten, ergänzt durch frische Kräuternoten. Je nach Ausbau können auch Nuancen von Zwiebelhautfarbe auftreten. Die Weine sind fein, präzise und mineralisch – mit großem Potenzial für terroirgeprägte, elegante Weißweine mit Substanz.
Weinbauliche Merkmale
Rebsorte: Blauer Silvaner
Züchter / Herkunft: Mutation des Grünen Silvaners (Vitis vinifera), Deutschland
Zulassung: 1984 als Ertragsrebsorte in Deutschland
Erhaltungszüchter: Rebschule Steinmann (Klon ST 25)
Im Weinberg
Resistenzen: Anfällig für Echten Mehltau
Traube & Beeren: Mittelgroße, kompakte Trauben, Beerenfarbe: hellgrau bis violett
Wuchsform: Kräftig, zwittrig, fruchtbar
Verrieselung: Gering
Reife: Mittel bis spät reifend
Ertrag: Mittelkräftiger Ertrag
Mostsäuregehalt: Feine Säure
Frostbeständigkeit: Gering, benötigt geschützte Lagen
Lageansprüche: Frostrisikofreie Lagen mit guter Durchlüftung
Im Keller
Aroma: Reife gelbe Früchte (z. B. Mirabelle, Birne), frische Kräuter
Bukett: Fruchtig, zart kräuterwürzig
Frische: Klar und fein
Säure: Fein eingebunden, ausgewogen
Süße: Trocken bis feinherb
Fruchtigkeit: Mittel bis hoch, je nach Ausbau
Eignung
Weinart: Weißwein
Verwendung: Stillwein, auch mit kurzem Maischestand möglich
Blütenmuskateller - PIWI
Größe:
Kurzstamm
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Klon:
Klbg A205
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Unterlage:
SO4
Einführung in die Rebsorte
Der Blütenmuskateller (russ. „Cvetocnyj“) wurde 1947 am Allrussischen Weinbauinstitut in Nowotscherkassk gezüchtet und ist eine Kreuzung aus Severny × (Muscat Lunel × Muscat d’Alexandrie). Die Sorte steht seit 1998 in Österreich unter Beobachtung und gewinnt auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Sie gehört zur Gruppe der PIWI-Rebsorten und ist besonders bei Hobbywinzern und Direktvermarktern beliebt – nicht zuletzt wegen ihres unverwechselbaren Aromas und der einfachen Pflege.
Besondere Eigenschaften
Die Sorte ist mittelstark im Wuchs, mit einem aufrechten Triebverhalten, was die Laubarbeit erleichtert. Die mittelgroßen, lockerbeerigen Trauben mit kleinen, grün-gelben Beeren zeigen bereits am Stock ein intensives Muskat-Bouquet. Blütenmuskateller ist sehr robust gegenüber Krankheiten wie Peronospora (+++), Oidium (++) und Botrytis (+++). Sie reift mittelspät und erreicht hohe Mostgewichte. Die Beeren schrumpfen bei Vollreife, ohne zu platzen – ein Vorteil gegenüber klassischen Muskatellersorten.
Warum diese Sorte eine gute Wahl ist…
Blütenmuskateller ist eine ideale Wahl für Liebhaber intensiver Aromen und für Winzer, die nachhaltig wirtschaften möchten. Dank ihrer Pilzwiderstandsfähigkeit, der hohen Frosthärte und der guten Lagerfähigkeit am Stock ist die Sorte besonders pflegeleicht. Sie liefert sowohl aromatische Weißweine, als auch hochwertige Tafeltrauben – ein Plus für Betriebe mit Direktvermarktung oder für ambitionierte Hobbygärtner.
Besondere Merkmale der Weine
Die Weine erinnern an klassischen Muskateller, sind jedoch extraktreicher und oft noch aromatischer. Typisch sind Noten von Muskat, Holunderblüte und Linde, begleitet von einer klaren Fruchtsüße und gut eingebundener Säure. Auch für rest- oder edelsüße Weine ist die Sorte bestens geeignet. In Blindverkostungen erreichten Weine aus Blütenmuskateller oft vergleichbare oder bessere Bewertungen als Gelber Muskateller.
Weinbauliche Merkmale
Rebsorte: Blütenmuskateller (Zwetotschny, Cvetocnyj)
Züchter / Herkunft: Allrussisches Weinbauinstitut Nowotscherkassk, 1947
Kreuzung: Severny × (Muscat Lunel × Muscat d’Alexandrie)
Verbreitung: Deutschland, Österreich (seit 1998 in Prüfung)
Im Weinberg
Resistenzen: Peronospora (+++), Oidium (++), Botrytis (+++)
Traube & Beeren: Mittelgroß, kegelförmig, lockerbeerig; grün-gelb, rundlich, klein
Wuchsform: Mittelstarker, aufrechter Wuchs
Reife: Mittelspät
Ertrag: Mittel bis hoch
Mostsäuregehalt: Hoch
Frostbeständigkeit: Sehr gut, auch gute Spätfrosttoleranz
Lageansprüche: Sonnige Lagen mit mittelgründigen Böden; karge Böden vermeiden
Im Keller
Aroma: Intensiver Muskat, Holunder, Linde, exotisch-floral
Bukett: Würzig, sehr aromatisch
Frische: Gut eingebundene Säure, belebend
Tannine: Nicht relevant (Weißweinsorte)
Säure: Ausgeglichen
Süße: Trocken bis edelsüß möglich
Fruchtigkeit: Sehr hoch
Eignung
Weinart: Weißwein, Süßwein
Verwendung: Stillwein, restsüß, edelsüß, Muskatwein
Bronner - PIWI
Größe:
Kurzstamm
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Klon:
FR320
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Unterlage:
5BB
Einführung in die Rebsorte
Die PIWI-Rebsorte Bronner (Zucht-Nr. FR 250-75) wurde 1975 am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg von Norbert Becker gezüchtet – als Kreuzung aus Merzling × Gm 6494, wobei letzterer genetische Einflüsse von Vitis amurensis, V. lincecumii, V. rupestris und V. vinifera enthält. Benannt wurde die Sorte zu Ehren des badischen Weinbaupioniers Johann Philipp Bronner (1792–1864). Seit ihrer Zulassung im Jahr 2003 erfreut sich die Sorte wachsender Beliebtheit – vor allem im ökologischen und PIWI-orientierten Weinbau.
Besondere Eigenschaften
Bronner zeichnet sich durch einen kräftigen, aufrechten Wuchs, große, fünflappige Blätter und mittelgroße bis große, kompakte Trauben mit stabiler Beerenhaut aus. Die Pilzresistenz ist mit +++ bei Peronospora, Oidium und Botrytis hervorragend. Die Sorte treibt, blüht und reift 7–10 Tage später als Weißburgunder. Bei ausreichender Wasserversorgung liefert sie gleichmäßige Erträge, die bei Bedarf durch Stockabstände oder Anschnitt reguliert werden können.
Warum diese Sorte eine gute Wahl ist…
Bronner ist besonders für Winzer interessant, die nachhaltig wirtschaften, weniger Pflanzenschutz einsetzen und dabei nicht auf klassische Burgunderqualität verzichten wollen. Ihre robuste Gesundheit, der gute Ertrag, die gute Frosthärte und das neutrale Aromaprofil machen sie zur idealen Weißweinrebe für den naturnahen Weinbau – sowohl im Profi- als auch im Hobbybereich.
Besondere Merkmale der Weine
Die Weine des Bronner zeigen sich in einem klaren, fruchtbetonten Stil, der an Weißburgunder erinnert: Birne, Quitte, heimische Aprikose – begleitet von milder Säure und moderatem Alkohol. Gute Qualitäten entstehen durch hohe physiologische Reife bei reduzierten Erträgen. Bronner eignet sich sowohl für den trockenen Ausbau als auch für frische Cuvées.
Weinbauliche Merkmale
Rebsorte: Bronner
Züchter / Herkunft: Staatliches Weinbauinstitut Freiburg, 1975
Kreuzung: Merzling × Gm 6494
Verbreitung: Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Italien
Klon: Fr 320
Im Weinberg
Resistenzen: Peronospora (+++), Oidium (+++), Botrytis (+++)
Traube & Beeren: Mittel bis groß, dichtbeerig, stabile Haut
Wuchsform: Starkwüchsig, aufrechter Wuchs
Reife: Mittel bis spät reifend
Ertrag: Mittleres bis hohes Ertragsniveau
Mostsäuregehalt: Mild
Frostbeständigkeit: Sehr gut
Lageansprüche: Ähnlich Weißburgunder, gute Wasserversorgung erforderlich
Im Keller
Aroma: Apfel (Boskoop), Birne, Aprikose, Quitte
Bukett: Dezent, fruchtbetont
Frische: Mild, ausgewogen
Tannine: Keine (Weißweinsorte)
Säure: Mäßig bis mild
Süße: Trocken bis halbtrocken
Fruchtigkeit: Mittel
Eignung
Weinart: Weißwein
Verwendung: Stillwein, Cuvée
Calardis Musqué - PIWI
Größe:
Kurzstamm
Einführung in die Rebsorte
Die Kreuzung aus Bacchus und Seyval blanc 5-276 wurde bereits 1964 am Julius Kühn-Institut (Geilweilerhof) von Gerhardt Alleweldt vorgenommen. Sie trug zunächst die Zuchtnummer Gf.Ga-47-42 und erhielt 2023 unter dem Namen Calardis Musqué Sortenschutz. Der Name „Calardis“ nimmt Bezug auf die historische Bezeichnung „Calardiswilre“ für den Geilweilerhof – eine Hommage an Herkunft und Forschungstradition.
Besondere Eigenschaften
Calardis Musqué ist eine PIWI-Rebe mit mittelhoher Resistenz gegen Echten und Falschen Mehltau sowie Botrytis – Letzteres führt meist zur Edelfäule statt Totalschaden. Die Sorte ist zudem tolerant gegenüber Schwarzfäule. Im Weinberg verlangt sie Sorgfalt: Sie besitzt eine mittlere, aufrechte Wuchsform, eine hohe Geiztriebbildung sowie eine Neigung zur Verrieselung. Die Reife liegt rund eine Woche vor Riesling – ein klarer Vorteil in Lagen mit kurzem Vegetationsfenster.
Warum diese Sorte eine gute Wahl ist…
Calardis Musqué liefert zuverlässig hochwertige Weine mit bestechender Aromatik – unabhängig von Jahrgang und Standort, wie die regelmäßigen Blindverkostungen des JKI belegen. Dank ihrer Widerstandsfähigkeit kann der Pflanzenschutzmitteleinsatz um bis zu 60 % reduziert werden, was die Sorte besonders interessant für den ökologischen Anbau macht. Für Winzer, die Nachhaltigkeit mit Qualität verbinden wollen, ist Calardis Musqué eine zukunftsweisende Wahl.
Besondere Merkmale der Weine
Die Weine dieser Rebsorte zeigen sich vollmundig, mit einer lebendigen, reifen Säure und einem charaktervollen Muskatton, der an Traminer erinnert. Das Aromaspektrum reicht von Ananas, Mango, Maracuja und Physalis bis zu Stachelbeere – ein exotisches Potpourri mit Eleganz und Tiefe. Die ausgeprägte Aromatik sowie das Lagerungspotenzial machen die Sorte zudem für Süßweinspezialitäten attraktiv.
Weinbauliche Merkmale
Rebsorte: Calardis Musqué (vormals Gf.Ga-47-42)
Züchter: Gerhardt Alleweldt, Julius Kühn-Institut, Geilweilerhof (Kreuzung 1964, Sortenschutz 2023)
Im Weinberg
Resistenzen: Echter Mehltau: mittel–hoch, Falscher Mehltau: mittel, Botrytis: mittel, meist Edelfäule, Schwarzfäule: hoch
Traube & Beeren: Vergleichbar mit Riesling; kleine, feste Beeren
Wuchsform: Mittelstarker, aufrechter Wuchs
Geiztriebbildung: Gering bis mittel
Reife: Etwa 5 Tage vor Riesling (ca. 16. September)
Ertrag: Mittel bis eher gering; hohe Mostgewichte (>100 °Oe) möglich
Mostsäuregehalt: 7–10 g/l; reif und gut eingebunden
Frostbeständigkeit: Früh austreibend, daher empfindlich gegenüber Spätfrost
Lageansprüche: Gute Lagen bevorzugt, aber auch für Grenzlagen geeignet
Im Keller
Aroma: Mango, Maracuja, Ananas, Grapefruit, Stachelbeere, Muskat
Bukett: Vielschichtig, floral-fruchtig, erinnert an Traminer
Frische: Lebendige, harmonische Säure mit angenehmer Länge
Tannine: Weißweintypisch kaum vorhanden
Säure: Reif und nie spitz
Süße: Auch für edelsüße Auslesen geeignet (Edelfäule!)
Fruchtigkeit: Sehr hoch, tropisch-exotisch
Eignung
Weinart: Weißwein, edelsüße Weine
Verwendung: Sortenreiner Ausbau, aromatische Cuvées, Süßweinspezialitäten
Chardonnay
Größe:
Hochstamm
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Klon:
ST130
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Unterlage:
SO4
Einführung in die Rebsorte
Die traditionsreiche Rebsorte Chardonnay ist eine natürliche Kreuzung aus einer Burgundersorte und Weißem Heunisch (Quelle: DWI). Seit dem 17. Jahrhundert in Frankreich kultiviert, verbreitete sie sich über die Jahrhunderte in alle weinbaubetreibenden Regionen der Welt. In Deutschland wurde Chardonnay 1991 offiziell zugelassen, jedoch waren bereits zuvor Pflanzungen auf Basis französischen Rebenmaterials verbreitet. Heute wird er auf über 2.900 Hektar angebaut, mit Schwerpunkten in Rheinhessen, der Pfalz und am Kaiserstuhl (Quelle: DWI 2023).
Besondere Eigenschaften
Chardonnay liebt kalkreiche, tiefgründige Böden in guter Lage. Die Rebe ist winterhart und nicht sehr krankheitsanfällig, zeigt jedoch eine gewisse Anfälligkeit für Botrytis aufgrund ihrer dünnhäutigen Beeren (Quelle: DWI). Der Reifezeitpunkt liegt kurz vor dem Riesling, bei guten Oechslewerten und angenehmen Säuren. Die Aromatik reicht von frischer Zitrusfrucht bis zu exotischen Aromen, ergänzt durch buttrige und vanillige Noten bei Ausbau im Barrique. Auch für Sekt- und Schaumweinbereitung ist Chardonnay hervorragend geeignet.
Warum diese Sorte eine gute Wahl ist…
Chardonnay ist wandelbar wie kaum eine andere Rebsorte. Sie bringt leichte, frische Weißweine ebenso hervor wie gehaltvolle, langlebige Barriqueweine mit internationalem Format. Ihr hoher Extraktgehalt, kombiniert mit einer harmonischen Säure, macht sie zum idealen Partner für moderne Weinlinien wie auch klassische Stile. Die weltweite Beliebtheit und hohe Marktakzeptanz unterstreichen das Potenzial – sowohl für professionelle Weinbauprojekte als auch für ambitionierte Hobbywinzer.
Besondere Merkmale der Weine
Chardonnay-Weine zeigen je nach Ausbaustil ein facettenreiches Aromenspiel: Von grünem Apfel, Zitrone und Melone bis hin zu tropischen Früchten wie Mango oder Banane. Im Barrique gereift gesellen sich Nuancen von Vanille, Haselnuss und Karamell hinzu. Je nach Herkunft und Stilistik präsentieren sie sich frisch-spritzig bis cremig-opulent. In jedem Fall überzeugt Chardonnay durch Tiefe, Struktur und eine angenehme Mineralität.
Weinbauliche Merkmale
Rebsorte: Chardonnay
Züchter: Natürliche Kreuzung (Burgunder x Weißer Heunisch)
Im Weinberg
Resistenzen: gut gegen Frost, mäßig gegenüber Botrytis
Traube: mittelgroß bis groß, dünnhäutig, lockerbeerig
Wuchsform: mittelkräftig, mit stabiler Laubwandstruktur
Geiztriebbildung: moderat
Verrieselung: gering bei höheren Stämmen
Reife: spät (kurz vor Riesling)
Ertrag: mittel bis hoch, je nach Ertragsregulierung
Mostsäuregehalt: harmonisch, in guten Lagen ausgewogen
Frostbeständigkeit: gut
Lageansprüche: tiefgründige, kalkreiche Böden in guter Lage
Im Keller
Aroma: Apfel, Melone, Zitrus, tropische Früchte, bei Barriqueausbau Vanille, Haselnuss, Butter
Bukett: feinfruchtig bis würzig-cremig
Frische: von spritzig-leicht bis weich-opulent
Tannine: keine, nur bei Holzfassausbau leichte Anklänge
Säure: je nach Lesezeitpunkt präsent bis mild
Süße: trocken bis restsüß ausgebaut möglich
Fruchtigkeit: mittel bis sehr ausgeprägt
Eignung
Weinart: Weißwein, Sekt, Schaumwein
Herstellung: Stillwein, Barrique, Brut d'Argent, Sekt, Cuvée-Partner (z. B. in Champagner)
Tannine: keine, nur Barriqueausbau mit Holzprägung
Felicia - PIWI
Größe:
Kurzstamm
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Klon:
GF1
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Unterlage:
125AA
Einführung in die Rebsorte
Felicia wurde 1984 am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof aus den Sorten Sirius × Vidal Blanc gezüchtet (Julius Kühn-Institut). Die amtliche Sortenzulassung durch das Bundessortenamt erfolgte im Dezember 2020. Bereits seit 2004 steht sie unter Sortenschutz. Der Name „Felicia“ – abgeleitet vom lateinischen „die Glückliche“ – spiegelt den Charakter der Sorte wider: unkompliziert, vielseitig und ausdrucksstark. Ihr zarter, feiner Wuchs mit glänzenden Blättern macht sie im Weinberg leicht erkennbar.
Besondere Eigenschaften
Die großen, lockerbeerigen, goldgelben Trauben sind nicht nur optisch attraktiv, sondern auch wenig anfällig für Botrytis – ein Vorteil, der gesundes Lesegut bis spät in den Herbst ermöglicht (Julius Kühn-Institut). Felicia zeigt eine mittlere Resistenz gegen Falschen Mehltau und eine hohe Resistenz gegen Echten Mehltau sowie Schwarzfäule – dadurch können bis zu 70–80 % der Pflanzenschutzmaßnahmen eingespart werden. Der Wuchs ist leicht überhängend, was etwas mehr Heftarbeit verlangt.
Warum diese Sorte eine gute Wahl ist
Felicia bringt zuverlässig hohe Erträge mit drei bis vier Trauben pro Trieb, reift ähnlich wie Müller-Thurgau und ist wegen ihrer Aromatik und Harmonie ein echter Allrounder. Sie eignet sich sowohl für den sortenreinen Ausbau als auch als Cuvée-Partner und wird auch als Zierrebe an Hauswänden geschätzt. Ihre markante Frucht mit floralen Noten, grünen Äpfeln, Aprikose, Banane und gelegentlich einem Hauch Muskat macht sie zu einer der spannendsten PIWI-Neuzüchtungen auf dem Markt.
Besondere Merkmale der Weine
Felicia-Weine zeigen sich leicht, fruchtbetont und äußerst zugänglich. Die harmonische Säure sorgt für eine angenehme Frische am Gaumen. Typisch sind feine Aromen von Apfel, Aprikose und Banane – je nach Jahrgang ergänzt durch einen dezenten Muskatton. Diese stilistische Leichtigkeit macht Felicia besonders bekömmlich und zur idealen Begleitung für moderne, frische Küchenstile oder für den täglichen Weingenuss.
Stichpunktartige Beschreibung
Rebsorte: Felicia
Züchter: Julius Kühn-Institut (Geilweilerhof), Züchtung 1984
Im Weinberg
Resistenzen: Peronospora (Falscher Mehltau): mittel, Oidium (Echter Mehltau): hoch, Botrytis: gering anfällig, Schwarzfäule: resistent
Traube/Beeren: groß, lockerbeerig, goldgelb
Wuchsform: nicht ganz aufrecht, erhöhter Heftaufwand
Geiztriebe: gering
Ertrag: hoch (3–4 Trauben pro Trieb)
Reife: ähnlich wie Müller-Thurgau
Mostsäuregehalt: harmonisch
Frostbeständigkeit: gut
Lageansprüche: gute Lagen empfohlen
Im Keller
Aroma: florale Aromen, grüne Äpfel, Aprikose, Banane
Bukett: zart, blumig, in manchen Jahren mit Muskatton
Frische: ausgewogen
Säure: mild, harmonisch
Süße: je nach Ausbau
Fruchtigkeit: ausgeprägt
Eignung
Weinart: Stillwein, Verschnitt, Zier- und Tafeltraube
Herstellung: Qualitätswein, Spätlese, Cuvée
Fidelio - PIWI
Größe:
Kurzstamm
|
Unterlage:
SO4
Einführung in die Rebsorte
Fidelio, auch unter der Bezeichnung Gm 8107-3 bekannt, wurde 1981 von Prof. Dr. Helmut Becker am Institut für Rebenzüchtung in Geisenheim aus Ehrenbreitsteiner × Fr 52-64 gekreuzt (Quelle: Hochschule Geisenheim). Die Sorte befindet sich aktuell im Versuchsanbau und zeigt in verschiedenen Anbaugebieten vielversprechende Ergebnisse hinsichtlich Ertragssicherheit, Weinqualität und Pflanzengesundheit. Nach abgeschlossener Anbaueignungsprüfung ist die Anmeldung beim Bundessortenamt vorgesehen.
Besondere Eigenschaften
Fidelio zeigt einen starken, aufrechten Wuchs und besitzt eine gute Winterfrostfestigkeit. Sie ist ausreichend tolerant gegenüber Peronospora, bei Oidium sind jedoch witterungsabhängig zwei Behandlungen notwendig (Quelle: Geisenheimer Rebsortenspiegel, Klon 62). Die lockerbeerige, große Traube ist nur gering anfällig für Botrytis. Der Austrieb und die Blüte erfolgen früh bis mittel, die Reifezeit ist mittel bis spät. Ertrag, Säure und Mostgewicht liegen auf hohem Niveau – ein stabiles Fundament für hochwertige Weißweine.
Warum diese Sorte eine gute Wahl ist…
Fidelio ist eine ausgezeichnete Wahl für ökologisch wirtschaftende Weinbaubetriebe und alle, die sortentypische Frische mit stabiler Rebe kombinieren möchten. Sie überzeugt durch ihre rieslingähnliche Struktur, robuste Gesundheit und gleichmäßige Ertragslage. Die Sorte eignet sich besonders für mittlere Lagen und sorgt durch ihre aromatische Finesse für lebendige, blumig-frische Weißweine – mit reduziertem Pflanzenschutzbedarf.
Besondere Merkmale der Weine
Weine aus Fidelio zeigen sich feinfruchtig und duftig, geprägt von einem rieslingähnlichen Säuregerüst und einem Bukett aus Veilchen, Rosen, Zitrusnoten und Quitte (Quelle: Fidelio Steckbrief, Rebveredlung Antes). Die elegante Aromatik und Frische machen Fidelio ideal für sortenreine Weißweine mit Finesse – besonders in Gebieten, wo klassischer Riesling schwierig wird, aber ähnliche Stilistik gewünscht ist.
Weinbauliche Merkmale
Rebsorte: Fidelio (Gm 8107-3)
Züchter: Prof. Dr. Helmut Becker, Hochschule Geisenheim (1981)
Im Weinberg
Resistenzen: Peronospora: gut / Oidium: mittel / Botrytis: gering
Trauben & Beeren: Groß, locker, leicht geschultert; große runde, grün-gelblich beduftete Beeren
Wuchsform: Stark, aufrecht
Geiztriebe / Laubwand: Vital, strukturstabil
Austrieb & Blüte: Früh bis mittel
Reife & Ertrag: Mittel bis spät; hohe Erträge und Mostgewichte (85–90 °Oe)
Frostbeständigkeit: Gut
Lageansprüche: Mittel
Im Keller
Aroma: Veilchen, Rose, Quitte, Zitrus
Bukett: Blumig-duftig mit frischer Frucht
Frische: Rieslingähnliche Säurestruktur
Säure: Lebendig, gut eingebunden
Süße: Ausbau trocken bis halbtrocken empfehlenswert
Fruchtigkeit: Fein, elegant
Eignung
Weinart: Sortenreiner Weißwein
Verwendung: Qualitätswein, duftige Cuvées
Gelber Muskateller
Größe:
Kurzstamm
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Klon:
FR90
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Unterlage:
SO4
Einführung in die Rebsorte
Der Gelbe Muskateller zählt zu den ältesten kultivierten Rebsorten der Menschheit – vermutlich stammt er aus Kleinasien und wurde bereits in der Antike genossen (Quelle: JKI, Geilweilerhof). Heute wird er vor allem in Österreich und Deutschland, insbesondere in der Pfalz, kultiviert. Seine Verwandtschaft zur internationalen Muskateller-Familie (über 200 Spielarten) zeigt sich in seinem unverkennbaren Muskataroma, das sowohl in der Traube als auch im Wein präsent ist. Trotz seiner langen Geschichte erfreut sich der Gelbe Muskateller in der modernen Weinkultur wachsender Beliebtheit.
Besondere Eigenschaften
Der Gelbe Muskateller ist spätreifend und benötigt warme, windgeschützte Lagen (Quelle: DLR Rheinpfalz). Die grüngelben, mittelgroßen Beeren reifen in kompakten, walzenförmigen Trauben heran und entwickeln bereits am Rebstock ein ausgeprägtes Muskatbukett. Die Rebe gilt als anspruchsvoll im Anbau – besonders wegen ihrer Frostempfindlichkeit – belohnt den Winzer jedoch mit einem feinen, aromatisch dichten Wein. Der sortentypische Geschmack ist eine Kombination aus floralen und exotischen Noten, mit lebendiger Säurestruktur und großem Potenzial für trockene Sommerweine wie auch restsüße Spezialitäten.
Warum diese Sorte eine gute Wahl ist…
Der Gelbe Muskateller verbindet Ursprünglichkeit mit sensorischer Raffinesse. Er bringt nicht nur intensive Bukettweine hervor, sondern eignet sich auch als wertvoller Verschnittpartner in Cuvées. Die Sorte liefert durch ihre elegante Säure und duftige Frucht ein harmonisches Gesamtbild – ob als Aperitif, Speisenbegleiter oder Solist. Zudem wird sie von modernen Weinfreunden für ihre Aromatik und Vielseitigkeit geschätzt – ein echter Alleskönner im Glas (Quelle: Weinbauinstitut Freiburg, Sortenbeschreibungen).
Besondere Merkmale der Weine
Typisch für den Gelben Muskateller sind die intensiven Muskataromen, begleitet von Anklängen an Pfirsich, Orange oder sogar Kaffee und Gewürzen. Trockene Ausbaustile brillieren durch Frische und Finesse, während edelsüße Varianten durch ihr aromatisches Volumen glänzen. Muskateller-Schaumweine, wie etwa der italienische Asti Spumante, unterstreichen das Spiel von Frucht und Frische. Der Wein eignet sich ausgezeichnet als Begleiter zu Salaten, Fisch, orientalischer Küche und Desserts.
Weinbauliche Merkmale
Rebsorte: Gelber Muskateller
Züchter: Historische Rebsorte, Ursprung Kleinasien
Im Weinberg
Resistenzen: gering frosthart, anfällig gegen Verrieselung, mittlere Botrytisresistenz
Trauben & Beeren: grüngelbe, mittelgroße Beeren, kompakte, walzenförmige Trauben
Wuchs: stark, dichtlaubig, große Blätter, gute Holzausreife
Reife & Ertrag: spät reifend, mittlere Erträge bei hoher Qualität
Frostbeständigkeit: gering – gute Lagen erforderlich
Lageansprüche: warme, geschützte Standorte mit mittleren bis guten Böden
Im Keller
Aroma: Muskat, Pfirsich, Orange, Gewürze
Bukett: feinblumig, intensiv, ausdrucksstark
Frische: sehr hoch bei trockenen Ausbauten
Säure: lebendig, bei edelsüßen Varianten zurückhaltend
Süße: gut kombinierbar, auch restsüß ausbaubar
Fruchtigkeit: sehr ausgeprägt
Eignung
Weinart: Weißwein, Dessertwein, Schaumwein
Herstellung: trocken, restsüß, edelsüß, Schaumwein, Cuvé
Gewürztraminer
Größe:
Kurzstamm
|
Klon:
FR46-106
|
Unterlage:
SO4
Einführung in die Rebsorte
Der Gewürztraminer ist eine Mutation der Rebsorte Savagnin Rose und entstammt der traditionsreichen Traminer-Familie. Bereits im 15. Jahrhundert wurden in Tramin (Südtirol) Weine dieser Linie erzeugt – ob der Gewürztraminer tatsächlich dort seinen Ursprung hat, ist ungeklärt. Die Bezeichnung wurde erstmals 1827 im Rheingau erwähnt. Heute ist der Gewürztraminer weltweit verbreitet, seine bekannteste Ausprägung stammt aus dem Elsass, wo sie offiziell 1973 als Sortenname übernommen wurde.
Besondere Eigenschaften
Die Rebsorte besitzt eine rötlich gefärbte Beerenhaut – daher auch der Name Roter Traminer – und bringt goldgelbe bis kupferfarbene Weine hervor. Ihr Duft ist unverkennbar: Rosenblüten, Litschi, Grapefruit, Gewürznelken und Honig. Gewürztraminer ist säurearm, dafür sehr extraktreich und körpervoll. Aufgrund seines natürlichen Zuckerreichtums eignet er sich hervorragend für edelsüße Auslesen, aber auch als trockener Weißwein mit aromatischer Tiefe. Eine Rarität stellen Schaumweine und Brände aus Gewürztraminer dar.
Warum diese Sorte eine gute Wahl ist…
Gewürztraminer ist ein echter Aromakünstler im Weinberg – ideal für Winzer, die auf Bukettstärke setzen. Die Sorte gedeiht besonders gut in warmen Lagen, liefert stabile Erträge und besitzt ein klares, markantes Profil. Als Aromarebsorte eignet sie sich nicht nur für Soloweine, sondern auch für Cuvées mit Charakter. Für Genießer ist sie die perfekte Wahl zu asiatischer Küche, würzigem Käse oder exotischen Desserts.
Besondere Merkmale der Weine
Gewürztraminer-Weine glänzen mit komplexem Bukett und satter Farbe. Sie sind intensiv, fruchtig, floral und würzig – ein sensorisches Erlebnis. In der Nase dominieren Rosen und Litschi, gefolgt von Noten wie Kumquat, Ingwer, Veilchen und Bitterorange. Am Gaumen wirken sie weich, voluminös und mit hohem Extrakt, selbst in trockener Variante. Edelsüße Varianten zeigen ein hervorragendes Lagerungspotenzial.
Weinbauliche Merkmale
Rebsorte: Gewürztraminer
Züchter/Herkunft: Mutation von Savagnin Rose (Traminer-Familie), historisch belegt ab 15. Jahrhundert, benannt nach Tramin/Südtirol
Im Weinberg
Resistenzen: mäßig frostempfindlich, mittlere Anfälligkeit gegenüber Krankheiten, hohe Blühfestigkeit bei warmen Standorten
Traube/Beeren: rötlich gefärbte Beeren, klein bis mittelgroß, festhäutig, walzenförmige, dichte Trauben
Wuchsform: mittelstark, aufrecht, wenig Geiztriebbildung, gute Holzausreife
Reife/Ertrag: mittelhohe Erträge, späte Reife, Ernte spät im Herbst
Frostbeständigkeit: mäßig – bevorzugt warme, frostfreie Lagen
Lageansprüche: kalkreiche, warme, windgeschützte Standorte – keine schweren, bindigen Böden
Im Keller
Aroma: Rosen, Litschi, Grapefruit, Honig, Ingwer, Zimt
Bukett: floral, exotisch, mit Tiefe
Frische: gering bis mittel (aufgrund niedriger Säure)
Tannine: kaum
Säure: mild
Süße: edelsüß bis trocken – flexibel
Fruchtigkeit: sehr hoch
Eignung
Weinart: Weißwein (trocken, halbtrocken, edelsüß), Schaumwein, Tresterbrand
Herstellung: hervorragend für Spätlesen, Auslesen, Vendanges Tardives, edelsüße Ausprägungen und Dessertweine
Grüner Silvaner
Größe:
Hochstamm
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Klon:
ST90
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Unterlage:
5BB
Einführung in die Rebsorte
Der Grüne Silvaner – oder einfach Silvaner – ist eine der ältesten autochthonen Rebsorten in Mitteleuropa. Seine genetische Herkunft geht auf eine natürliche Kreuzung von Traminer und Österreichisch Weiß zurück (Quelle: LWG Veitshöchheim). Seit dem 17. Jahrhundert ist er nachweislich in Franken heimisch, wo er bis heute als charakterstiftende Leitsorte geschätzt wird. Sein Name leitet sich vom lateinischen „silva“ (Wald) ab und deutet auf seine historische Verbreitung im Alpenraum hin.
Besondere Eigenschaften
Der Silvaner ist eine wandlungsfähige Sorte: Seine Weine zeigen je nach Lage und Ausbau eine erstaunliche Bandbreite – von feinwürzig und kräuterbetont bis hin zu mineralisch und vielschichtig. Typisch ist eine milde Säurestruktur, zarte Fruchtaromen (z. B. Stachelbeere, Apfel) und eine feine erdige Note (Quelle: DWI, LWG). Die Rebe bringt bei guter Blüte hohe, gleichmäßige Erträge und gedeiht am besten in fruchtbaren, tiefgründigen Böden. Ihr Reifezeitpunkt liegt im mittleren Bereich, die Frostempfindlichkeit macht warme, geschützte Lagen erforderlich.
Warum diese Sorte eine gute Wahl ist…
Der Grüne Silvaner vereint zuverlässigen Ertrag mit großem Ausdruckspotenzial. Besonders auf Muschelkalk und Verwitterungsböden entstehen fein strukturierte, terroirbetonte Weine. Alte Klone und „gemischte Sätze“ in fränkischen Weinbergen zeigen die beeindruckende genetische Vielfalt dieser Sorte (Quelle: LWG). Für umweltbewusste Winzer und Genießer, die das Ursprüngliche schätzen, ist Silvaner ein unverzichtbarer Bestandteil im Sortiment.
Besondere Merkmale der Weine
Silvaner-Weine besitzen eine zarte Aromatik mit Noten von frischen Kräutern, Apfel, Heu oder Stachelbeere. Die geringe Säure macht sie besonders bekömmlich und vielseitig kombinierbar. Auf guten Böden entstehen dichte, langlebige Weine mit feiner Mineralität – perfekt als Speisenbegleiter oder Solist. Durch niedrigen Alkoholgehalt und elegante Struktur überzeugen sie auch in trockenen Jahrgängen.
Weinbauliche Merkmale
Rebsorte: Grüner Silvaner
Züchter: historisch verbreitet, genetisch: Traminer x Österreichisch Weiß
Im Weinberg
Resistenzen: geringe Winterfrosthärte, mäßige Holzreife
Traube: klein, zylindrisch, dichtbeerig, grüngelb, rundliche Beeren
Wuchsform: kräftig wachsend, fruchtbar, gute Blütefestigkeit
Geiztriebbildung: gering
Reife: mittel
Ertrag: hoch bei gleichmäßiger Blüte
Mostsäuregehalt: mild bis mittel
Frostbeständigkeit: empfindlich
Lageansprüche: bevorzugt nährstoffreiche, warme, nicht zu trockene Böden
Im Keller
Aroma: zart, kräuterig, heuartig
Bukett: zurückhaltend bis feinfruchtig
Frische: elegant, weich
Säure: mild
Süße: je nach Ausbau – auch als Kabinett oder Auslese
Fruchtigkeit: zurückhaltend, terroirgeprägt
Eignung
Weinart: Stillwein (trocken bis edelsüß)
Herstellung: prädestiniert für terroirbetonte Orts- und Lagenweine
Helios - PIWI
Größe:
Kurzstamm
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Klon:
FR380
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Unterlage:
SO4
Einführung in die Rebsorte
Helios wurde 1973 durch Dr. Norbert Becker am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg als Kreuzung aus Merzling, Seyve-Villard und Müller-Thurgau gezüchtet (Quelle: Staatliches Weinbauinstitut Freiburg). Die Sorte wurde speziell mit dem Ziel entwickelt, einen aromatischen, pilzfeste Weißwein hervorzubringen, der auch für den ökologischen Anbau geeignet ist. Die ersten Weine wurden 2008 am Markt eingeführt. Mit aktuell ca. 5 ha Anbaufläche in Deutschland, darunter Versuchsflächen in Franken, gehört Helios zu den jungen Hoffnungsträgern im nachhaltigen Weinbau.
Besondere Eigenschaften
Helios ist sehr widerstandsfähig gegen Peronospora und Oidium (Quelle: JKI, Staatliches Weinbauinstitut Freiburg), besitzt eine gute Frosthärte und ist somit ideal für den Anbau in mittleren Lagen. Die lockerbeerigen, mittelgroßen Trauben mit gelbgrünen Beeren reifen etwa zeitgleich mit Müller-Thurgau. Ihre geringe Verrieselungsneigung und die stabile Gesundheit des Leseguts machen Helios zu einer arbeitswirtschaftlich attraktiven Sorte. Die Rebsorte liefert aromatische Weine mit feiner Frucht, lebendiger Säure und stoffiger Textur.
Warum diese Sorte eine gute Wahl ist…
Helios bietet als PIWI-Sorte bis zu 70 % Einsparung bei Fungiziden und ist damit besonders für ökologisch wirtschaftende Betriebe interessant (Quelle: Staatliches Weinbauinstitut Freiburg). Sie zeigt sich im Anbau robust und liefert zuverlässig gesundes, extraktreiches Traubenmaterial. Die Weinqualität liegt bei konsequenter Ertragssteuerung über dem Niveau von Müller-Thurgau, sowohl in Mostgewicht als auch in Struktur. Auch für Winzer mit moderaten Lagen ist Helios eine nachhaltige und qualitätsstarke Option.
Besondere Merkmale der Weine
Helios-Weine präsentieren sich fruchtbetont und stoffig mit einer lebendigen Säurestruktur. Im Duft zeigen sich blumige und rebsortentypische Nuancen, die an Müller-Thurgau erinnern. In warmen Jahren können die Weine kraftvoll und vollmundig erscheinen, in kühleren Jahren trumpfen sie mit Frische und Leichtigkeit auf. Die Bukett-Ausprägung reicht von zart bis ausgeprägt, was Helios für verschiedene Ausbaustile interessant macht.
Weinbauliche Merkmale
Rebsorte: Helios
Züchter: Dr. Norbert Becker, Staatliches Weinbauinstitut Freiburg
Im Weinberg
Resistenzen: Peronospora: sehr gut, Oidium: sehr gut
Traube & Beeren: mittelgroß, lockerbeerig, gelbgrüne Beeren mit braunen Punkten bei Reife
Wuchsform & Pflege: mittelkräftiger Wuchs, aufrecht, geringe Geiztriebbildung
Reife & Ertrag: Reifebeginn wie Müller-Thurgau, Mostgewicht Ø 91° Oechsle, Ertrag Ø 112 kg/ar
Frostbeständigkeit: gut bis sehr gut
Lageansprüche: mittlere Lagen, keine hohen Anforderungen
Im Keller
Aroma: blumig, fruchtig, ähnlich Müller-Thurgau
Bukett: zart bis kräftig
Frische: lebendige Säure
Säure: mittel, frisch
Süße: je nach Ausbau
Fruchtigkeit: fein bis ausgeprägt
Eignung
Weinart: Stillwein, frische Sommerweine
Herstellung: auch für ökologischen Anbau und Jungweinproduktion geeignet
Müller-Thurgau
Größe:
Kurzstamm
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Klon:
ST30
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Unterlage:
SO4
Einführung in die Rebsorte
Der Müller-Thurgau, auch als Rivaner bekannt, ist eine Kreuzung aus Riesling × Madeleine Royale (Quelle: LWG Bayern). Ursprünglich in Geisenheim gezüchtet, wurde die Sorte 1913 erstmals nach ihrem Züchter benannt. In den 1970er Jahren war er die meistverbreitete Sorte Deutschlands. Heute liegt sein Flächenanteil noch immer bei etwa 10,6 %, insbesondere in Rheinhessen, Baden, Franken und der Pfalz. Die Sorte ist bekannt für ihren frühen Reifebeginn, gute Blütefestigkeit und geringen Standortanspruch.
Besondere Eigenschaften
Müller-Thurgau reift früh, liefert hohe Erträge und gedeiht auch in weniger privilegierten Lagen. Die Reben sind starkwüchsig, ertragssicher und besonders geeignet für mittlere bis schwache Standorte (Quelle: LWG Bayern). Die Weine sind meist blumig, mild und mit feinem Muskataroma versehen. Dank ihrer Zugänglichkeit sind sie bei einem breiten Publikum beliebt. Der typische Müller-Thurgau schmeckt frisch, leicht, mit einem Hauch von Apfel, Birne oder zarten Kräutern.
Warum diese Sorte eine gute Wahl ist
Müller-Thurgau bietet selbst in durchschnittlichen Jahren verlässlich gute Qualitäten. Der Ausbau erfolgt oft im Edelstahltank, wodurch Frische und Sortenaromatik erhalten bleiben. Die Sorte ermöglicht unkomplizierte, harmonische Weine für viele Anlässe. Die Rebsorte ist auch für Spätlesen und edelsüße Varianten geeignet. Als Allrounder eignet sie sich ideal für unkomplizierte Alltagsweine ebenso wie für Spezialitäten.
Besondere Merkmale der Weine
Müller-Thurgau-Weine sind fruchtig, blumig und fein strukturiert. Die Säure ist meist mild, das Aroma oft mit Muskat, Apfel, Birne oder floralen Tönen. Die Weine eignen sich hervorragend als Begleiter zu leichten Speisen, zur Brotzeit oder als sommerlicher Terrassenwein. In heißen Jahren können sie an Struktur verlieren, überzeugen aber in der Regel durch Trinkfluss und Zugänglichkeit.
Weinbauliche Merkmale
Rebsorte: Müller-Thurgau (Rivaner)
Züchter: Prof. Hermann Müller (Thurgau), Geisenheim/Wädenswil
Im Weinberg
Resistenzen: empfindlich gegen Peronospora, Botrytis, Schwarzflecken, Roter Brenner
Trauben & Beeren: konisch, geschultert, locker bis dichtbeerig; mittelgroße, ovale, gelblichgrüne Beeren mit Muskatton
Wuchs: starkwüchsig, gute Blütefestigkeit, geringe Anforderungen, empfindlich gegen Trockenheit und Frost
Reife & Ertrag: früh bis mittelfrüh; hohe, verlässliche Erträge, auch bei Maifrösten durch fruchtbare Beiaugen
Lageansprüche: mittlere bis schwächere Lagen, tiefgründige, frische Böden
Im Keller
Aroma: feinfruchtig-blumig, zarte Kräuter, Muskat, Apfel, Birne
Bukett: elegant, leicht florale Noten
Frische: gut, bei „sur lie“-Ausbau verstärkt
Säure: mild bis ausgewogen
Süße: trocken bis halbtrocken, auch restsüß
Fruchtigkeit: hoch
Eignung
Weinart: Weißwein
Ausbau: Edelstahltank, „sur lie“
Muscaris
Größe:
Hochstamm
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Klon:
FR400
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Unterlage:
SO4
Einführung in die Rebsorte
Muscaris wurde mit dem Ziel gezüchtet, ein früher reifendes Pendant zum Muskateller zu schaffen – mit geringerem Säuregehalt und reduzierter Botrytisanfälligkeit. Die Sorte besticht durch intensive Fruchtaromen und eine gute Resistenz gegenüber Peronospora, Oidium und Botrytis. Sie eignet sich gleichermaßen für trockene Sommerweine wie für edelsüße Dessertweine.
Besondere Eigenschaften
Muscaris besitzt eine hohe Pilzresistenz (Peronospora +++, Oidium ++, Botrytis ++), dicke Beerenhaut und ein festes Fruchtfleisch. Die Rebsorte ist früh austreibend und reift etwa zeitgleich mit dem Müller-Thurgau. Ihr starker, buschiger Wuchs verlangt erhöhte Laubarbeiten, vor allem an nährstoffreichen Standorten. Trotz hoher Mostgewichte bleiben die Trauben lange grün.
Warum diese Sorte eine gute Wahl ist
Muscaris ermöglicht aromaintensive Weine mit Muskatnoten, exotischen Fruchtanklängen und floralen Komponenten. Die Weine sind filigraner als die des Muskatellers, aber nicht weniger eindrucksvoll. Die Sorte überzeugt mit natürlicher Tanninstruktur und nachhaltigem Abgang – perfekt für den modernen, umweltschonenden Weinbau.
Besondere Merkmale der Weine
Das intensive Muskataroma wird ergänzt von Rosendüften, Schwarztee, Limette, Orange, Maracuja und Pfirsich. Die Weine zeigen sich frisch, lebendig und mit angenehm strukturierender Säure – ideal für restsüße und trockene Weinstile. Besonders empfohlen wird eine Lese bei max. 90 °Oe für trockene Weine.
Weinbauliche Merkmale
Rebsorte: Muscaris
Züchter: Dr. Norbert Becker, Staatliches Weinbauinstitut Freiburg
Im Weinberg
Resistenzen: sehr gut gegen Peronospora, gut gegen Oidium & Botrytis
Trauben & Beeren: mittelgroß, locker, grüngelb bis goldgelb, fleischig, pektinhaltig
Wuchs: stark, buschig, wenig Ranken, viele Stockausschläge, hoher Laubaufwand
Reife & Ertrag: mittlere Reife, früh hohe Mostgewichte (90 °Oe), mittleres Ertragsniveau
Lageansprüche: mittlere bis ärmere Standorte, hohes Magnesiumbedürfnis
Im Keller
Aroma: Muskat, tropische Früchte, Pfirsich, Limette, Orange, florale Noten
Bukett: intensiv, verspielt, nachhaltig mit zartem Rauchton
Frische: ausgeprägt durch gute Säurestruktur
Tannine: feine, natürliche Tanninstruktur
Säure: erhöht, verleiht Struktur bei restsüßen Weinen
Süße: trocken bis edelsüß
Fruchtigkeit: sehr hoch
Eignung
Weinart: Weißwein
Ausbau: Edelstahl, teils Barrique möglich
Verwendung: Sommerwein, Dessertwein, Bukettsorte mit PIWI-Eignung
Tanninstruktur: dezent, fein
Phoenix - PIWI
Größe:
Kurzstamm
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Klon:
GF1
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Unterlage:
125AA
Einführung in die Rebsorte
Phoenix wurde 1964 am Geilweilerhof (Siebeldingen, Pfalz) gekreuzt und 1992 offiziell eingetragen. Die Sorte verdankt ihren Namen dem sagenumwobenen Feuervogel Phönix – ein Symbol für Widerstandskraft und Erneuerung. In Deutschland konzentriert sich der Anbau u. a. auf das Stargarder Land. Die robuste Sorte liefert aromatische, goldgelbe Beeren mit zartem Muskataroma und ist sowohl als Tafeltraube als auch zur Kelterung vielseitig einsetzbar.
Besondere Eigenschaften
Phoenix ist eine PIWI-Rebsorte mit sehr hoher Widerstandsfähigkeit gegen Echten und Falschen Mehltau sowie Botrytis. Sie ist winterhart, mittelfrüh reifend und starkwüchsig. Ihre goldgelben, mittelgroßen Beeren in großen, lockerbeerigen Trauben sind reich an Zucker und weisen ein feines Muskatbukett auf. Die Sorte ist ertragssicher, genügsam im Anbau und bestens geeignet für naturnahes Gärtnern.
Warum diese Sorte eine gute Wahl ist
Dank ihrer geringen Standortansprüche, der Robustheit gegen Krankheiten und ihres angenehmen Aromas ist Phoenix ideal für Hausgärten, Spaliere und Pergolen. Sie bringt zuverlässig hohe Erträge, ist einfach in der Pflege und überzeugt sensorisch sowohl als Tafeltraube wie auch im Glas – als Saft oder aromatischer Weißwein.
Besondere Merkmale der Weine
Die Weine aus Phoenix zeigen ein leichtes bis mittleres Muskataroma, sind vollmundig und besitzen eine frische bis kräftige Säurestruktur. Sie eignen sich für den Ausbau zu fruchtig-aromatischen Sommerweinen, Federweißer oder auch für Cuvées. Die Weine sind nicht lagerfähig, punkten jedoch durch ihre unkomplizierte Trinkfreude.
Weinbauliche Merkmale
Rebsorte: Phoenix (PIWI)
Züchter: Julius Kühn-Institut, Geilweilerhof (Prof. Dr. Gerhardt Alleweldt)
Im Weinberg
Resistenzen: hoch gegen Peronospora und Oidium, tolerant gegenüber Botrytis
Trauben & Beeren: große, gelbe Trauben mit mittelgroßen, kugeligen Beeren; leichtes Muskataroma
Wuchs: kräftig, mit großem Laub, wenig anfällig, sehr winterhart
Reife & Ertrag: mittelfrüh (ab Mitte September); sehr ertragreich
Lageansprüche: sonnige bis halbschattige Standorte; geeignet für Hausgärten, Pergolen, große Kübel
Im Keller
Aroma: feines Muskat, florale und fruchtige Noten
Bukett: dezent, fruchtig, leicht würzig
Frische: gut, ideal als jung zu trinkender Wein
Säure: frisch bis kräftig
Süße: trocken bis halbtrocken, auch für Süßweine geeignet
Fruchtigkeit: hoch
Eignung
Weinart: Weißwein, Federweißer, Saft
Ausbau: Edelstahltank
Verwendung: Tafeltraube, Saft, trockene bis süße Weißweine
Sauvignon Blanc
Größe:
Kurzstamm
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Klon:
ST5
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Unterlage:
SO4
Einführung in die Rebsorte
Der Sauvignon Blanc stammt ursprünglich aus Frankreich und wurde bereits 1710 urkundlich erwähnt. DNA-Analysen zeigen Savagnin Blanc als Elternteil – ein Hinweis auf die Zugehörigkeit zur Traminer-Familie. Heute ist Sauvignon Blanc international verbreitet: In Frankreichs Loire-Tal (z. B. Sancerre, Pouilly Fumé), im Bordeaux, aber auch in Neuseeland, Südafrika, Chile, Kalifornien und Deutschland. Die Sorte überzeugt mit intensiven Aromen, knackiger Frische und mittlerem bis hohem Säuregehalt.
Besondere Eigenschaften
Sauvignon Blanc treibt spät aus und benötigt warme, sonnige Lagen. Bei früher Lese dominieren grasige, vegetative Noten, bei reiferen Trauben treten tropische Aromen hervor. Die Sorte ist empfindlich gegenüber Verrieselung, Echten Mehltau und einigen Rebkrankheiten, weist jedoch einen starken Wuchs auf. Die besten Qualitäten entstehen bei langsamer Reifung, oft nahe am Meer, mit kühlen Nächten und hoher Sonneneinstrahlung.
Warum diese Sorte eine gute Wahl ist…
Ob als mineralischer Weißwein von der Loire, fruchtbetonter „Fumé Blanc“ aus Kalifornien oder tropisch-exotisch aus Neuseeland – Sauvignon Blanc bietet Vielfalt pur. Die Weine sind zugänglich, begeistern in jungen Jahren, überzeugen aber auch im Holzfass-Ausbau durch Tiefgang. Besonders beliebt ist die Sorte als Begleiter zu Fisch, Gemüsegerichten oder Spargel.
Besondere Merkmale der Weine
Sauvignon Blanc-Weine duften nach Stachelbeere, schwarzer Johannisbeere, Zitrusfrüchten, Paprika und frisch gemähtem Gras. Je nach Herkunft entwickeln sich mineralische Feuersteinnoten (Loire) oder tropische Aromen wie Maracuja, Ananas und Guave (Neuseeland). Fruchtige Frische, präsente Säure und ein lebendiger Charakter machen Sauvignon Blanc so beliebt.
Weinbauliche Merkmale
Rebsorte: Sauvignon Blanc
Synonyme: Fumé Blanc, Muskat-Sylvaner, Blanc Fumé, Sauvignon Jaune
Herkunft: Frankreich (Loire-Tal, Bordeaux)
Kreuzung: Savagnin Blanc × unbekannt
Im Weinberg
Resistenzen: empfindlich gegenüber Echten Mehltau, Verrieselung
Traube & Beeren: mittelgroß, rundlich, grün-gelb; kompakte Trauben
Wuchsform: stark, spätaustreibend, braucht warme Lagen
Reife: früh bis mittel, je nach Standort und Stilistik
Ertrag: variabel, qualitätsabhängig
Mostsäuregehalt: mittel bis hoch
Frostbeständigkeit: –
Lageansprüche: liebt sonnige, luftige Standorte mit kühlen Nächten
Im Keller
Aroma: Zitrus, Stachelbeere, Johannisbeere, tropische Früchte
Bukett: frisch, grün, oft auch kräutrig oder mineralisch
Frische: sehr hoch, lebendig – Sauvignon „knistert“ am Gaumen
Säure: mittel bis hoch
Süße: meist trocken; auch halbtrocken oder edelsüß möglich
Fruchtigkeit: sehr hoch, mit vegetativen bis exotischen Noten
Eignung
Weinart: Weißwein, seltener Dessertwein oder Sektgrundwein
Verwendung: Spargel, Fisch, Schalentieren, Ziegenkäse, Asia-Küche
Sauvitage - PIWI
Größe:
Hochstamm
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Klon:
WE R10
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Unterlage:
5BB
Einführung in die Rebsorte
Sauvitage ist das Ergebnis einer gezielten Kreuzung aus FR 147-66 × We 75-34-13. Die Züchtung stammt von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg. In ihrem Stammbaum finden sich Sauvignon Blanc, Riesling und Grauburgunder ebenso wie pilzwiderstandsfähige Wildreben aus Asien (Vitis amurensis) und Amerika (Seyve Villard 12-481). Die Sorte hat einen aufrechten Wuchs, bildet nur wenige Ranken und zeichnet sich durch sehr gute Holzreife aus.
Besondere Eigenschaften
Sauvitage besitzt eine hohe Resistenz gegen Peronospora (Rpv3.1, Rpv12), gute Resistenz gegen Oidium und gilt dank ihrer lockerbeerigen Trauben als weitgehend botrytisfest. Durch die stabile Holzreife und gute Frosthärte eignet sich die Sorte auch für kältere Regionen. Austrieb, Blüte und Reife erfolgen mittelfrüh. Der Wuchs ist kräftig und aufrecht, was den Pflegeaufwand im Weinberg reduziert. Bei Magnesium-Mangel kann gelegentlich Stiellähme auftreten.
Warum diese Sorte eine gute Wahl ist…
Sauvitage überzeugt durch ihre hohe Pilzwiderstandsfähigkeit, eine gute Säurestruktur und ein weites Aromenspektrum. Sie ermöglicht einen reduzierten Pflanzenschutzaufwand und liefert gleichzeitig fruchtbetonte, moderne Weißweine. Der Ertrag und das Mostgewicht liegen über dem des Rieslings – bei geringerer Botrytis-Anfälligkeit.
Besondere Merkmale der Weine
Die Weine zeigen je nach Ausbau und Reife ein Aromenspektrum zwischen frisch-fruchtig, exotisch und ausgeprägt stachelbeerbetont. Damit schlagen sie sensorisch eine Brücke zwischen Sauvignon Blanc, Riesling und Grauburgunder. Die Weine sind lebendig, feinfruchtig und angenehm säurebetont.
Weinbauliche Merkmale
Rebsorte: Sauvitage
Züchter: LVWO Weinsberg, 1988
Im Weinberg
Resistenzen: sehr gut gegen Peronospora (+++), gut gegen Oidium (++), gering anfällig für Botrytis (++), frosthart
Traube & Beeren: lockerbeerig, meist mittelgroße Trauben mit kleinen bis mittelgroßen Beeren
Wuchsform: stark, aufrecht, wenige Ranken, gute Holzreife
Reife: mittelfrüh
Ertrag: etwas über Riesling
Mostsäuregehalt: ausgewogene Säurestruktur
Frostbeständigkeit: hoch
Lageansprüche: durchschnittlich; vergleichbar mit Kerner
Im Keller
Aroma: frisch-fruchtig, exotisch, Stachelbeere
Bukett: zwischen Sauvignon Blanc, Riesling und Grauburgunder
Frische: sehr gut, ausgewogene Säurestruktur
Säure: klar strukturiert, nicht aufdringlich
Süße: trocken bis halbtrocken
Fruchtigkeit: hoch
Eignung
Weinart: Weißwein
Verwendung: frische Alltagsweine, moderne PIWI-Weißweine, Spezialitäten
Scheurebe
Größe:
Hochstamm
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Klon:
JF22
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Unterlage:
SO4
Einführung in die Rebsorte
Die Scheurebe wurde 1916 in der Landesanstalt für Rebenzüchtung Alzey von Georg Scheu als Kreuzung aus Riesling und Bukettrebe (nicht, wie lange angenommen, Silvaner) gezüchtet. Der ursprünglich als "Sämling 88" bezeichnete Zuchtstamm wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg offiziell nach dem Züchter benannt. Die Scheurebe vereint aromatische Kraft mit frischer Säure.
Besondere Eigenschaften
Die Sorte verlangt gute Lagen und bringt bei physiologisch reifer Lese hohe Mostgewichte mit frischer Säure. Sie verträgt trockene, karge sowie kalkhaltige Böden gut und ist durch ihren späten Reifezeitpunkt empfindlich für Oidium, Botrytis und Winterfrost. Die Beeren sind mittelgroß, rundlich und besitzen zarte Aromen.
Warum diese Sorte eine gute Wahl ist…
Die Scheurebe ist vielseitig einsetzbar – vom fruchtig-trockenen Essensbegleiter bis zur langlebigen Trockenbeerenauslese. Sie bietet ein breites Aromenspektrum, das an Cassis, Zitrusfrüchte, Pfirsich, Mango und manchmal Rosenduft erinnert. Ihre Renaissance verdankt sie engagierten Winzern in Rheinhessen und der Pfalz, die ihr Potential neu entdeckt haben.
Besondere Merkmale der Weine
Scheurebe-Weine sind ausdrucksstark und feinfruchtig. Die Stilistik reicht von rassig-trocken bis zu cremig-edelsüß mit betonter Cassisnote. In edelsüßen Varianten entwickeln sie mit den Jahren komplexe Aromen von Pfirsich und exotischen Früchten. Ihre harmonische Säurestruktur sorgt für Balance und Lagerfähigkeit.
Weinbauliche Merkmale
Rebsorte: Scheurebe
Züchter: Georg Scheu, Alzey
Kreuzung: Riesling × Bukettrebe
Zuchtjahr: 1916
Zugelassen: 1950
Im Weinberg
Lese: spätreifend, nahe Riesling
Standort: bevorzugt Rieslinglagen, kalkhaltige, trockene Böden
Ertrag: mittel bis hoch
Besonderheiten: empfindlich gegen Oidium und Botrytis, braucht gesunde Reife
Im Keller
Ausbau: von trocken über feinherb bis edelsüß
Prädikat: besonders geeignet für Auslesen, Beerenauslesen, TBA
Lagerung: edelsüße Varianten sehr langlebig
Eignung
Essensbegleiter: trockene Varianten zu Fisch, Geflügel, asiatischer Küche
Edelsüße Varianten: zu Fruchtdesserts, gereiftem Käse oder solo
Solaris - PIWI
Größe:
Kurzstamm
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Klon:
FR360
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Unterlage:
SO4
Einführung in die Rebsorte
Solaris wurde 1975 von Norbert Becker in Freiburg (Fr 240-75) gezüchtet. Die Eltern sind Merzling × Gm 6493 (Zarya Severa × Muskat Ottonel). Die Sorte wurde gezielt auf Widerstandsfähigkeit gegen Pilzkrankheiten gezüchtet und eignet sich besonders für kühlere und ungünstige Lagen. Die Triebspitze ist weißwollig behaart, die Blätter groß, dreilappig und dunkelgrün.
Besondere Eigenschaften
Solaris ist eine der frühesten reifenden Rebsorten, deren Trauben je nach Standort bereits ab Mitte August geerntet werden können. Die Sorte ist nur wenig anfällig für Falschen Mehltau, botrytisfest bis auf Überreife, frosthart und stellt geringe Lageansprüche. Sie bringt lockere, goldgelbe Trauben mit hohem Zuckergehalt und aromatischer Frucht hervor.
Warum diese Sorte eine gute Wahl ist…
Solaris ist hervorragend für Hobbywinzer und Tafeltraubenliebhaber geeignet. Sie benötigt wenig Pflanzenschutz, liefert hohe Mostgewichte und aromatische Weine. Durch die Frühreife eignet sie sich auch für kühlere Regionen und schwierige Standorte.
Besondere Merkmale der Weine
Die Weine sind fruchtig, kräftig und duftig mit Aromen von tropischen Früchten (z. B. Ananas), Haselnuss und Josta. Trocken ausgebaut ähneln sie dem Chardonnay, restsüß eher dem Sauvignon Blanc. Auch für Dessertweine geeignet.
Weinbauliche Merkmale
Rebsorte: Solaris (Fr 240-75)
Züchter: Staatliches Weinbauinstitut Freiburg, Norbert Becker
Im Weinberg
Austrieb, Blüte, Reife: sehr früh
Wuchsform: mittelstark, wenig aufrecht
Resistenzen: hohe Pilztoleranz, sehr gute Frosthärte
Traube & Beeren: lockerbeerig, goldgelb, aromatisch
Erntezeit: ab Mitte August
Besonderheiten: Gefahr von Wespen- und Fruchtfliegenbefall bei Überreife
Im Keller
Mostgewicht: sehr hoch
Weinstil: fruchtbetonte Still- und Dessertweine
Frische: duftig und gehaltvoll, mit belebender Säure
Aromen: tropische Früchte, Haselnuss, Josta
Trocken: chardonnayähnlich
Restsüß: erinnert an Sauvignon Blanc
Eignung
Verwendung: Tafeltraube, Saft, Wein
Klimatyp: sehr gut für kühles Klima
Zielgruppe: ideal für Hobbywinzer
Souvignier Gris - PIWI
Größe:
Kurzstamm
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Klon:
FR420
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Unterlage:
125AA
Einführung in die Rebsorte
Souvignier Gris wurde 1983 von Norbert Becker in Freiburg gezüchtet. Ursprünglich wurde fälschlich angenommen, die Eltern seien Cabernet Sauvignon × Bronner – durch eine Genomanalyse 2019 wurde jedoch bestätigt: die Sorte stammt von Seyval Blanc × Zähringer ab. Ziel war es, eine Rebsorte mit hoher Resistenz gegenüber Oidium und Peronospora zu schaffen.
Besondere Eigenschaften
Die Rebsorte ist stark pilztolerant und benötigt nur wenige Pflanzenschutzmaßnahmen. Die Trauben sind lockerbeerig, rosafarben bis gräulich und besitzen dicke Schalen sowie fleischiges Fruchtfleisch. Dies macht sie besonders widerstandsfähig gegen Sonnenbrand und Fäulnis. Die Sorte ist fruchtbar, reift mittelfrüh und neigt gelegentlich zu Stiellähme und Traubenwelke.
Warum diese Sorte eine gute Wahl ist…
Souvignier Gris bietet robusten Anbau mit minimalem Pflanzenschutzbedarf. Die Weine sind ausdrucksstark, strukturiert und vielseitig. Die Rebsorte eignet sich ideal für naturnahen oder ökologischen Weinbau und überzeugt durch Fruchtausprägung, Lagerfähigkeit und Sortencharakter.
Besondere Merkmale der Weine
Weine aus Souvignier Gris sind hellgelb mit silbernen Reflexen, kräftig, tanninbetont und erinnern sensorisch an Grauburgunder oder Weißburgunder. Aromen reichen von Apfel, Mirabelle, Wildobst über Pfirsich bis zu Maracuja, ergänzt durch Schwarztee-Anklänge. Die eingebundene Säure verleiht den Weinen Frische und Spiel.
Weinbauliche Merkmale
Rebsorte: Souvignier Gris
Züchter: Staatliches Weinbauinstitut Freiburg, Norbert Becker
Kreuzung: Seyval Blanc × Zähringer
Im Weinberg
Austrieb: mittelfrüh
Reifezeitpunkt: mittelfrüh
Wuchsform: mittelstark, aufrecht
Resistenzen: sehr hoch (Peronospora +++, Oidium ++)
Frosthärte: gut
Besonderheiten: gelegentlich Stiellähme, Traubenwelke, Geiztriebe
Im Keller
Weinstil: kräftig, stoffig, strukturiert
Ausbau: sowohl reduktiv als auch im Holzfass möglich
Charakter: fruchtig bis neutral, tanninbetont
Eignung
Weinart: Weißwein
Verwendung: ökologischer Weinbau, PIWI-Anlagen mit reduzierter Pflanzenschutzintensität
Veritage - PIWI
Größe:
Kurzstamm
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Klon:
WE R50
|
Unterlage:
SO4
Einführung in die Rebsorte
Veritage (Züchtungsnr. We 86-708-86) entstand 1986 an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg. Die Kreuzung aus Merzling und We 73-45-84 bringt genetisch eine starke Resistenz gegenüber Peronospora und Oidium mit. Besonders bemerkenswert ist der Einfluss der asiatischen Wildrebe Vitis amurensis in der Abstammung: Sie sorgt für ein luftiges Laub, senkrechten Wuchs und eine lockere, fäulnisresistente Traubenstruktur. Die Sorte ist aufgrund ihrer Robustheit und Aromatik ideal für nachhaltige und ökologische Betriebe.
Besondere Eigenschaften
Veritage wächst kräftig mit auffallend aufrechtem Triebverhalten und bildet eine robuste, luftige Laubwand. Die Trauben sind mittelgroß und lockerbeerig, die Beeren klein, rund und dickschalig. Neben der hohen Widerstandsfähigkeit gegen Peronospora, Oidium und Botrytis zeigen sich auch in schwierigen Jahren sehr stabile Erträge. Die Sorte erfordert nur geringe Pflanzenschutzmaßnahmen und ist somit besonders für den umweltschonenden Anbau geeignet. In seltenen Fällen wurde eine leichte Anfälligkeit für Blattreblaus beobachtet.
Warum diese Sorte eine gute Wahl ist…
Veritage ist wie geschaffen für modernen, naturnahen Weinbau. Ihre starke Resilienz, verbunden mit einer eleganten Weinqualität, machen sie zu einer echten Zukunftssorte – besonders in gemäßigten Klimazonen, wo sie ihre Stärken voll ausspielen kann. Ob im konventionellen oder biologischen Anbau: Diese Sorte überzeugt mit wenig Aufwand und viel Ertrag – auch im Glas.
Besondere Merkmale der Weine
Die Weißweine der Sorte Veritage begeistern durch Fülle, Schmelz und Struktur. Ihre Aromatik ist geprägt von heimischen Früchten wie Apfel oder Birne, gelegentlich ergänzt durch eine feine grüne Note, die an Sauvignon Blanc erinnert – besonders in kühlen Jahrgängen. Die Weine zeigen ein hohes Lagerpotenzial und eignen sich sowohl sortenrein als auch als Cuvée-Partner für elegante, frische Weißweine.
Weinbauliche Merkmale
Rebsorte: Veritage
Züchter: Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg
Züchtung: 1986, Merzling × We 73-45-84
Typ: Weißweinrebe, PIWI
Genetik: Mit Vitis amurensis, Vitis vinifera, Vitis rupestris
Im Weinberg
Wuchsform: aufrechter, kräftiger Wuchs
Laubwand: luftige Struktur, robuste Blätter
Austrieb: früher bis mittlerer Austrieb
Reife: frühe bis mittlere Reife
Resistenzen: gute bis sehr gute Resistenz gegen Peronospora, Oidium, Botrytis
Fäulnis: geringe Anfälligkeit durch lockere Traubenstruktur
Trauben: mittelgroß, lockerbeerig
Standortansprüche: geringe bis mittlere
Im Keller
Weinstil: druckvoll, körperreich
Charakter: ausdrucksstarke Frucht, Schmelz
Lagerfähigkeit: gut
Stilistik: trocken bis halbtrocken
Verwendung: ideal auch für Cuvées
Eignung
Nachhaltiger, ökologischer Weinbau
PIWI-Anbaukonzepte
Weinproduktion mit reduziertem Pflanzenschutz
Qualitative Weißweinlinien
Direktvermarktung & Gastronomie